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Leonardo .. Wissenschaft und mehr! 
  1. Augenverletzungen durch Freizeitaktivitäten   
  2. Erster Dinosaurier in Namibia gefunden   
  3. Einkauf künftig im Internet?   
  4. Weißflossengründling in der Elbe   
  5. China entwickelt eigenes Digital-TV   
  6. Britin erfindet sprechenden Nachttopf   
  7. Bleiemissionen schon seit 6.000 Jahren   
  8. Den Zwang bezwingen   
  9. Fliege im Bernstein   
  10. Weniger Schwermetalle   
  11. Heißer August   
  12. Heliobacter wird im frühen Kindesalter übertragen   
  13. Wachstum des weltweiten Energiebedarfs ungebremst   
  14. Alpen werden durchleuchtet   
  15. Rhythmus warnt vor Vulkanausbruch   
  16. Ringe aus Mondsplittern   
  17. Ozon-Loch über Südpol wächst ungebremst   
  18. Tropische Algen wandern nach Norden   
  19. Schwarzes Loch inmitten der Milchstraße   
  20. Schweden ist am fortschrittlichsten   
  21. Doppelt soviel Geld für die Energie-Forschung   
  22. Reichlich Wasserstoff auf dem Mond   
  23. Teure Sparmaßnahmen im Weltraum   
  24. Universität gibt Gebeine zurück   
  25. Depressive Frauen nicht nur medikamentös behandeln   
 

 
Augenverletzungen durch Freizeitaktivitäten
Freizeitbeschäftigungen stellen heutzutage ein höheres Unfallrisiko für Augenverletzungen dar als Arbeitsunfälle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die am Zentrum für Augenheilkunde der Universität zu Köln mehr als 400 Krankengeschichten ausgewertet hat. Demnach schränken Augenverletzungen die Sehkraft trotz medizinischer Behandlung häufig so stark ein, daß jeder siebte Betroffene ganz aus dem Berufsleben ausscheiden muß. Sowohl im Berufsleben als auch im Freizeitsektor sind überwiegend Männer in den Dreißigern und Vierzigern von Augenschäden betroffen. Die Studie besagt, daß diese Altersgruppe ein sehr risikofreudiges und bisweilen aggressives Verhalten an den Tag legt. Messerstiche, Schüsse, Jagd- und Sportunfälle, Stürze, Faustschläge und Unfälle bei Hammerarbeiten verursachten einen Großteil ihrer Augenverletzungen. Die Zahl der Kinder sei mit fast 30 Prozent unter den Patienten überraschend groß. Insbesondere Sechs- bis Fünfzehnjährige gefährden sich oft durch Steinwürfe und Stürze, sagt die Studie. Nicht selten gelangen Messer und Schußwaffen in Kinderhand, die eine weitere bedeutsame Gefahrenquelle darstellen. Quelle: Universität zu Köln, 8.9.98

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Erster Dinosaurier in Namibia gefunden
Geologen der Universität Würzburg haben zusammen mit einem englischen Kollegen die ersten Dinosaurier-Spuren in Namibia gefunden. Den Skelettabdruck entdeckten die Forscher im Norden Namibias im Waterberg Plateau-Nationalpark. Der Abdruck befindet sich in einem 200 Millionen Jahre alten Sandstein, der damals in einer ausgedehnten Halbwüste abgelagert wurde. Paläontologen der Universität Johannesburg haben das Skelett identifiziert und eingeordnet. Demnach handelt es sich um einen Massospondylus aus dem Erdzeitalter des Jura. Mit etwa sechs bis acht Metern Länge gilt diese pflanzenfressende Art als eines der größten Landtiere, die es zu Beginn des Jura gab. Die Tiere waren in Südafrika relativ weit verbreitet. Ihre Existenz in Namibia konnte bis jetzt jedoch nur vermutet werden. Aus der Art des Sandsteins, in dem sich der Skelettabdruck verbarg, können die Geologen ersehen, daß die Dinosaurier in Namibia in einer relativ feuchten Halbwüste lebten. Die Forscher glauben, mit Hilfe des Dinosaurier-Funds die Verbreitung und das Alter früherer Wüsten in Südamerika und Afrika jetzt präziser rekonstruieren zu können. Daraus wiederum lasse sich das Alter der Gesteinsschichten vor der namibischen Atlantikküste ableiten. Quelle: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 9.9.98

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Einkauf künftig im Internet?
Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll einer britischen Studie zufolge der Handel über das Internet stark steigen. Bis zum Jahr 2003 sollen europaweit vierzig Prozent der Waren via Web umgesetzt werden. Nach Angaben der British Telecom soll die Zahl der Händler, die Waren über das Internet anbieten, von heute 500.000 Firmen auf acht Millionen steigen. In Amerika kauft schon jeder vierte Haushalt gelegentlich über das Internet ein, in Deutschland sind es dagegen erst sieben, in England nur sechs Prozent. Die Studie im Auftrag der britischen Telefongesellschaft sagt jetzt voraus, daß allein in Großbritannien in den nächsten Jahren 3,5 Millionen neue Kunden gewonnen werden könnten. Quelle: BBC / British Telecom, 9.9.98

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Weißflossengründling in der Elbe
Biologen vom Zentrum für Meeres- und Klimaforschung der Universität Hamburg haben jetzt erstmals den Weißflossengründling in der Elbe nachgewiesen. Der Fisch lebt ihren Erkenntnissen nach in der unteren Mittelelbe zwischen Havelberg und Wittenberge am Gewässergrund. Zwei Bartfäden und dunkle Flecken an der Seitenlinie kennzeichnen diese Artengruppe. Mit den sehr sensiblen Tastorganen an der Spitze der Bartfäden sind sie in der Lage, Nahrungsorganismen im Boden zu entdecken. Verschiedene Gründlingsarten, die zu den Karpfenfischen gehören, sind in der Elbe und in anderen europäischen Flußsystemen verbreitet. In dem Forschungsprojekt "Elbefische" sollen jetzt verstärkt ökologische Daten der in der Elbe vorkommenden Gründlingsarten gesammelt werden, um nähere Informationen zu ihrer Verbreitung und Koexistenz zu erhalten. Quelle: Universität Hamburg, 9.9.98

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China entwickelt eigenes Digital-TV
Chinesische Techniker haben einen eigenen Standard für das hochauflösende digitale Fernsehen erfunden. Vom Fernsehsendeturm in Beijing soll am heutigen Mittwoch mit fünftägigen Probesendungen begonnen werden. Geplant ist, innerhalb von zwei Jahren eine reguläre Ausstrahlung des digitalen Fernsehens aufzunehmen. Umgerechnet 1,8 Millionen US-Dollar habe die Entwicklung bisher gekostet, sagten die Forscher auf einer Pressekonferenz. Mehr als 200 Wissenschaftler an neun chinesischen Universitäten arbeiten seit zwei Jahren an dem Projekt. Mit ihrem Prototyp schufen sie den vierten Standard im internationalen Wettlauf des HDTV-Fernsehens. Europäer und Amerikaner hatten gehofft, China werde sich für eines der vorhandenen Systeme entscheiden. Die Republik China mit derzeit 300 Millionen Fernsehgeräten gilt als wichtigster asiatischer Markt. Quelle: Asia Puls, 9.9.98

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Britin erfindet sprechenden Nachttopf
Eine britische Großmutter ist mit dem Erfinderpreis einer Frauenorganisation ausgezeichnet worden. Sie hatte ein sprechendes Töpfchen für ihr Enkelkind gebaut, um dem Kind den Abschied vom Windelalter zu erleichtern. Die Apparatur kann mit Hilfe eines eingebauten Kassettenrekorders die Stimmen der Eltern wiedergeben und dadurch möglicherweise lobende Worte für die Nutzung des Utensils ausgeben, selbst dann, wenn die Eltern nicht anwesend sind. Eigenen Angaben zufolge ist die Rentnerin bereits mit mehreren Firmen im Gespräch. Quelle: nau AFP 090549 SEP 98

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Bleiemissionen schon seit 6.000 Jahren
Forscher der Universität Bern haben nachgewiesen, daß menschliche Aktivitäten schon vor 6.000 Jahren einen Anstieg des Bleigehalts in der Atmosphäre verursachten. Die Wissenschaftler konnten den zeitweise sprunghaften Anstieg der Bleikonzentrationen in Torfschichten in einem uralten Moor im Schweizer Jura nachweisen. Weil die Torfschichten Grundwasser und Oberflächenwasser trennen, können die Ablagerungen aus der Atmosphäre gut unterschieden und zeitlich eingeordnet werden, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin "Science“. Sie analysierten die sich ändernden Werte und Quellen von Blei in der Atmosphäre im Verlauf der letzten 14.000 Jahre. So gelang ihnen die erste vollständige Aufzeichnung seit der letzten Eiszeit. Nachweisbar ist beispielsweise Bleistaub aus Skandinavien, der während der zurückweichenden Gletscher ausgelöst wurde und Bleierz, das von Australien nach Europa kam und bei der industriellen Verarbeitung entwich. Erkennbar sind große Schwankungen, die mit historischen Ereignissen wie dem Aufstieg und Fall des Römischen Reichs und dem Beginn der industriellen Revolution in Europa übereinstimmen. Die Meßwerte des Torfmoors zeigen auch an, daß die Bleiwerte abnehmen, seit es bleifreies Benzin gibt und die Bleiemission der Industrie reduziert sind. Die Emissionen seien aber immer noch mehrere hundertmal höher als die natürlichen Werte, die in den ältesten Proben festgestellt wurden. Quelle: Science, 11.9.98 (Forschung: William Shotyk, Universität Bern)

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Den Zwang bezwingen
Zwangsstörungen, die die Betroffenen zur ständigen Ausübung gleicher sinnloser Handlungen zwingen, können mit Hilfe verhaltenstherapeutischer Maßnahmen schon im Kindes- oder Jugendalter bekämpft werden. Dabei komme der Mitwirkung der Familie eine besondere Bedeutung zu, schreiben Kölner Psychotherapeuten in einer neuen Studie. In ihrer Untersuchung weisen die Wissenschaftler darauf hin, daß Zwangsstörungen zu einem Drittel bereits im Kindes- oder Jugendalter wurzeln. Insbesondere Wasch-, Kontroll-, Ordnungs- und Wiederholungszwänge, sollen in dieser Lebensphase ihren Anfang nehmen. Um den Druck von sich auf andere zu übertragen, versuchen Kinder und Jugendliche häufig, ihre Eltern in das Zwangsgeschehen miteinzubeziehen. In dieser Phase sollten Eltern ihr Kind in seinem Zwangsverhalten ganz bewußt nicht mehr unterstützen, sondern ihm Alternativen bieten, raten die Forscher. Außerdem solle das Kind unter Anleitung eines Therapeuten den jeweiligen angstauslösenden Reizen bewußt ausgesetzt und dazu angehalten werden, ihnen zu widerstehen. Quelle: Universität zu Köln, 11.9.98 (Forschung: Dr. Manfred Döpfner, Blanka Breuer, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters)

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Fliege im Bernstein
Britische Biologen haben eine neue Spezies einer Eintagsfliege in Bernstein identifiziert. Der Fund stammt aus Mexiko und wird auf ein Alter von 25 Millionen Jahren geschätzt. Es handele sich um die erste Eintagsfliege, die jemals in mexikanischem Bernstein gefunden worden sei. Weil die Tiere nur wenige Stunden lebten, seien entsprechende Funde extrem selten. Ein Bernstein-Händler hatte den Fund von Indianern erstanden und dem Museum in London übergeben. Bernstein ist das fossile Harz früher Nadelbäume. Insekten, die an dem honiggelben Saft kleben blieben, wurden von dem Harz eingeschlossen und konserviert. Quelle: Reuters, 10.9.98

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Weniger Schwermetalle
Die Schwermetall-Belastung in Nordrhein- Westfalens Luft und Boden ist in den letzten 15 Jahren deutlich zurückgegangen. Diese Tendenz, die sich in jahrelangen Analysen von Wasserproben am Bleihütten-Standort Stolberg bei Aachen abzeichnete, habe sich jetzt nach der Analyse von Pappelblättern bestätigt, erklärte heute der Leiter der Umweltprobenbank am Forschungszentrum Jülich. Demnach ist in Stolberg die Bleikonzentration seit 1981 um rund 90 Prozent gesunken. Diese Entwicklung, die für Schwermetalle tendenziell auf NRW übertragbar sei, sei auf die Einführung des bleifreien Benzins und auf den Einsatz besserer Filteranlagen zurückzuführen. 13 Nachwuchsforscher aus acht europäischen Ländern hatten die Analysen in Zusammenarbeit mit den Jülicher Wissenschaftlern während des zweiwöchigen Forschungscamps «Europas Jugend forscht für die Umwelt» erstellt. Sie untersuchten Pappelblätter und Graskulturen von drei repräsentativen Standorten in Jülich, Duisburg und Stolberg auf insgesamt 15 Schwermetalle. Für ein komplettes Lagebild im Lande müßten wegen der Vielseitigkeit der Regionen in NRW allerdings mindestens zwölf Orte zur regelmäßigen Entnahme von Proben festgelegt werden. Quelle: dpa/lnw 111326 Sep 98

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Heißer August
Der August dieses Jahres hat wie die vorangegangen sieben Monate einen Wärmerekord aufgestellt. Dies berichtete die US-Behörde für Klima- und Meeresbeobachtung. Den Angaben zufolge lag die weltweite Durchschnittstemperatur im August bei 16,33 Grad, das sind 1,3 Grad mehr als der langjährige Durchschnitt. Die Temperatur lag auch noch über dem bisherigen Rekord von 16,16 Grad für diesen Monat, der im vergangenen Jahr erreicht wurde. Der August setzt die einmalige Serie von Rekordtemperaturen fort. Jeder Monat dieses Jahres hat einen Rekord bei der weltweiten bodennahen Durchschnittstemperatur aufgestellt, erklärte die Behörde. Die Daten wurden vom Nationalen Klimadatenzentrum der USA erhoben, das die Jahre von 1880 bis 1997 berücksichtigte. Zu den kühleren Gebiete gehörte im August unter anderen Europa. Quelle: dpa

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Heliobacter wird im frühen Kindesalter übertragen
Das im menschlichen Magen lebende Bakterium Heliobacter pylori wird in der frühesten Kindheit übertragen. Dies belegt die mehrjährige Forschungsarbeit von Medizinern der Universität Ulm. Heliobacter besiedelt den Magen unterhalb der schützenden Schleimschicht. Es kann Entzündungen der Magenschleimhaut und Geschwüre begünstigen. Zudem gilt das Bakterium als Mitverursacher von Magenkrebs. Heliobacter wird nach den Erkenntnissen der Ulmer Wissenschaftler schon in sehr jungen Jahren durch die Eltern, insbesondere durch den engen Kontakt zur Mutter auf das Kind übertragen. Die Ansteckung im Kindergarten sei dagegen höchst selten. Auch Haus- oder Nutztiere sollen keine ernstzunehmenden Infektionsquellen darstellen. Nach Angaben der Mediziner ist das Bakterium weit verbreitet. Rund die Hälfte der Weltbevölkerung gilt als infiziert. In Europa beträgt die Durchseuchung mit Heliobacter etwa 35 Prozent in der erwachsenen Bevölkerung. Quelle: Universität Ulm, 15.9.98

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Wachstum des weltweiten Energiebedarfs ungebremst
Der weltweite Energieverbrauch wird auch im nächsten Jahrhundert weiter wachsen. Vor allem der Energiebedarf der Entwicklungs- und Schwellenländer werde deutlich steigen, heißt es in einer Untersuchung im Aufrag des Weltenergierats. Die Studie wurde der bis Donnerstag tagenden 17. Weltenergiekonferenz in Houston, Texas, vorgelegt. Rund 5 000 Delegierte aus aller Welt beraten über die künftige Energieversorgung. Bis zum Ende des kommenden Jahrhunderts rechnen die Wissenschaftler mit einer Verdoppelung bis zu einer Verfünffachung des weltweiten Primärenergiebedarfs. Bereits in den kommenden 50 Jahren wird mit einem Anstieg um das 1,5fache bis dreifache des derzeitigen Niveaus gerechnet. Derzeit habe rund ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu elektrischem Strom. Bis zur Mitte des kommenden Jahrhunderts sei mit einer Verdoppelung der Weltbevölkerung zu rechnen, heißt es in der Studie. Während heute die Industrieländer mit rund einem Viertel der Weltbevölkerung noch rund drei Viertel des weltweiten Energieverbrauchs beanspruchen, werde sich dieser Anteil in den nächsten Jahren zugunsten der Entwicklungs- und Schwellenländer verschieben. Quelle: dpa, 16.9.98

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Alpen werden durchleuchtet
Auf einer 320 Kilometer langen Nord-Süd-Trasse zwischen München und Venedig haben Geologen mit der Untersuchung der Ostalpen begonnen. Eine internationale Forschergruppe mit Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien durchleuchtet den Untergrund, um dem Prozeß der Gebirgsbildung auf die Spur zu kommen. Die Messungen bewegen sich mit einer täglichen Geschwindigkeit von fünf bis sieben Kilometern von Norden nach Süden. Dabei senden die Forscher Schallwellen bis zu 70 Kilometer tief in das Gestein und registrieren die Reflexion mit speziellen Seismographen. Ein Netz aus zur Zeit 63 mobilen Erdbebenstationen, die kleinste Erschütterungen im Untergrund aufzeichnen, ergänzt die Messungen. Die Geologen gehen davon aus, daß die Alpen entstanden, als vor rund 100 Millionen Jahren der afrikanische und der europäische Kontinent zusammenstießen. Bisher sind aber nur die groben Züge dieses noch andauernden geologischen Prozesses bekannt. Rund ein Jahr werden die jetzt begonnenen Messungen dauern, mit Ergebnissen wird für das Jahr 2000 gerechnet. Quelle: GeoForschungsZentrum Potsdam, 15.9.98

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Rhythmus warnt vor Vulkanausbruch
Eine neue Methode, Vulkanausbrüche vorherzusagen, haben amerikanische Geologen entwickelt. Sie stellten bei seismologischen Messungen auf der Karibik-Insel Montserrat fest, daß sich der Erdboden zwischen einzelnen Ausbrüchen des Vulkans Soufriere Hills in einem sehr gleichmäßigen Rhythmus bewegt. Die Messungen ergaben, daß sich der Untergrund in Zyklen zwischen sechs und vierzehn Stunden dehnt und wieder zusammenzieht. Durch die sehr regelmäßig wiederkehrenden Bewegungen können die Geologen zwar nicht den ersten Ausbruch, wohl aber die folgenden auf die Stunde genau vorhersagen. Der Vulkan auf Montserrat war seit Juli 1995 immer wieder ausgebrochen und erst im Februar diesen Jahres zum vorläufigen Stillstand gekommen. Zu den Eruptionen kommt es nach Meinung der Forscher, weil Gas und Wasser sich immer wieder aus dem Magma des Vulkans lösen. Die Lava erstarrt sehr schnell, so daß schon kleine Gas- oder Wasserblasen zu neuen Ausbrüchen führen können. Quelle: Pennsylvania State University, 15.9.98 (Veröffentlichung in "Geophysical Research Letters“)

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Ringe aus Mondsplittern
Die Ringe des Planeten Jupiter bestehen aus Meteoritenstaub und Gesteinsbrocken der Jupiter-Monde. Dies geht aus Daten hervor, die die Raumsonde Galileo zur Erde gefunkt hat. Demnach soll sich der äußere Ring aus Partikeln der kleinen Jupiter-Monde Amalthea und Thebe zusammensetzen. Die Forscher glauben, daß der Staub entsteht, wenn Meteoriten auf einem der sechzehn den Jupiter umkreisenden Monde einschlagen. Durch das starke Magnetfeld des Planeten wird der elektrisch aufgeladene Staub in seiner Umlaufbahn gehalten. Das Ringsystem beginnt 92.000 Kilometer vom Zentrum des Planeten entfernt und dehnt sich bis auf eine Entfernung von 250.000 Kilometer aus. Die Raumsonde Galileo hatte den Jupiter innerhalb der letzen zwei Jahre dreimal umrundet und dabei zahlreiche Aufnahmen zur Erde gefunkt. Quelle: NASA / Cornell University, 15.9.98

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Ozon-Loch über Südpol wächst ungebremst
Dieses Jahr wird das Ozonloch über der Antarktis so groß wie nie zuvor. Es soll sich so weit ausdehnen, daß die gefährliche ultraviolette Strahlung der Sonne bis an die Süd-Spitze des amerikanischen Kontinents vordringt. Das sagt die Weltorganisation für Meteorologie in New York voraus. Die UN-Organisation beobachtet seit 1991 die Ozonlöcher. Die Entwicklungsländer hätten nun unter den Auswirkungen der FCKW-Produktion der Industrieländer zu leiden, sagte der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms, Klaus Töpfer. Die Vereinten Nationen bemühen sich derzeit, die ehemaligen Sowjet-Republiken zu einem Stop der ozon-schädigenden FCKW-Produktion zu bewegen. Quelle: WMO, 07.09.1998

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Tropische Algen wandern nach Norden
Wärmeliebende Arten der faden-förmigen Blau-Algen weiten ihren Lebensraum nach Norden aus. In diesem Sommer haben Experten des Berliner Instituts für Gewässer-Ökologie und Binnen-Fischerei 3 Arten in mecklenburgischen Seen entdeckt. Dabei ist der See Lieps bei Nordbrandenburg das bisher nördlichste Fundgebiet. Über die Ursachen können die Wissenschaftler vorerst nur spekulieren. Die Erklärungen für die Ausbreitung der tropischen Algen reichen von "bisher übersehen“ bis zum "Treibhauseffekt“. Gegen ein "Übersehen“ spricht, daß die Gewässer seit Jahren systematisch untersucht werden. Gegen die These vom Treibhauseffekt spricht die Tatsache, daß die Temperatur in den Jahren mit großen Vorkommen geringer war als in den Jahren mit niedrigen Vorkommen. Eine weitere Möglichkeit ist, daß die Blau-Algen durch Mutation kälte-resistenter geworden sind. Quelle: Forschungsverbund Berlin e. V., 08.09.1998

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Schwarzes Loch inmitten der Milchstraße
Im Zentrum der Milchstraße befindet sich ein schwarzes Loch, das nach und nach die Sterne in seiner Umgebung schluckt. Dies hat die kalifornische Astronomin Andrea Ghez beobachtet. Dazu verfolgte sie die Bewegungen von 200 Sternen in der Mitte unserer Galaxie. Dabei bemerkte sie, wie 20 Sterne durch eine unbekannte Kraft von ihrem eigentlichen Kurs abgelenkt wurden. Wie die Astronomin errechnete, müssen Anziehungskraft und Masse des auslösenden Objektes 2,6 Millionen mal stärker sein als bei der Sonne. Bei der Analyse von Photographien wurde 1995 sogar sichtbar, wie ein Stern in dem Schwarzen Loch verschwand. An der Existenz dieses Phänomens könne nun kein Zweifel mehr bestehen, auch wenn es mit dem Teleskop nicht sichtbar sei, sagte die Forscherin. Kollegen werten die Entdeckung indes als Antwort auf eine der großen Fragen der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts. Quelle: AFP, 07.09.1998

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Schweden ist am fortschrittlichsten
Die fortschrittlichste Nation der Welt heißt Schweden - und nicht USA. Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Gemessen an Wohlstand und Wert-Orientierung sowie Lebensqualität und subjektivem Wohlbefinden liegen die Schweden demnach an der Welt-Spitze. Das geht zumindest aus weltweiten Umfragen hervor, an denen das Berliner Sozialforschungs-Institut beteiligt war. Im Rahmen der "World Values Survey“ waren in den vergangenen 8 Jahren weltweit 61 Staaten untersucht worden. Damit wurden fast drei-viertel der Welt-Bevölkerung mit ihren Wert-Vorstellungen erfaßt. Ziel war, zu untersuchen, ob sich die Wert-Vorstellungen der Bevölkerungen im Zeitalter der Globalisierung angleichen. Die Vereinigten Staaten sind demnach nicht mehr führend was die kulturelle Entwicklung angeht. Die Wert-Vorstellungen der US-Amerikaner seien wesentlich traditioneller als erwartet. In Nord-Europa - allen voran in Schweden - habe sich ein schnellerer Wandel der Gesellschaft ergeben. Dies sei festzumachen an der Einstellung zu den Rollen der Geschlechter, der Toleranz gegenüber Minderheiten und einer positiven Grundhaltung zum Umweltschutz. Quelle: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH, 08.09.1998

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Doppelt soviel Geld für die Energie-Forschung
Das fordern Wissenschaftler des "Forschungsverbandes Sonnen-Energie“. Nur so könnten sie in der Forschung bessere Fortschritte erzielen, sagt Verbands-Sprecher Gerd Eisenbeiß. Vor allem die Energie-Gewinnung aus Sonne, Wind und Wasser solle stärker gefördert werden. Derzeit gebe der Staat 200 Millionen Mark im Jahr für die Forschung bei der Sonnenenergie aus. Weitere Mittel müßten nicht nur aus dem Forschungs-Etat kommen sondern könnten auch durch Steuer-Vorteile finanziert werden. Schließlich seien die Investitionen für Forschung und Entwicklung in den vergangenen Jahren vor allem von privater Seite gekommen. Quelle:

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Reichlich Wasserstoff auf dem Mond
Die US-amerikanische Mond-Sonde "Lunar Prospector“ hat auf dem Mond große Wasserstoff-Vorkommen entdeckt. Nach ersten Berechnungen handelt es sich dabei um bis zu 10 Milliarden Tonnen gefrorenen Wasserstoffes. Das wäre 10-mal mehr als bisher angenommen. "Lunar Prospector“ war im Januar gestartet und umkreist seitdem den Mond. An beiden Polen hat die Sonde große Wasserstoff-Vorkommen ermittelt. Das gefrorene Gas befindet sich in dunklen Kratern und soll bis minus 160 Grad kalt sein. Wissenschaftler der US-amerikanischen Raumfahrt-Behörde NASA spekulieren bereits über eine Mondstation. Dank des reichlich vorhandenen Wasserstoffes könnte dort eine Zwischen-Station für bemannte Raumflüge errichtet werden, so die Vorstellungen. Quelle: Science / NASA, 04.09.1998

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Teure Sparmaßnahmen im Weltraum
Sparmaßnahmen und menschliche Fehlleistungen sollen die Pannen beim Sonnen-Observatorium SOHO ausgelöst haben. Das teilen die europäische Raumfahrt-Organisation ESA und ihr US-amerikanischer Partner NASA heute mit. Durch das zeitweise Verschwinden des Forschungs-Satelliten sei ein Schaden von bis zu 3,5 Millionen Mark entstanden. Auslöser der Fehler-Kette sei eine Anweisung der NASA gewesen, die Betriebskosten zu senken. Daraufhin seien mehrere Einzel-Prozeduren zusammengefaßt worden. Das habe den Ausfall eines Steuer-Instrumentes bewirkt. In der Folge habe der Satellit dann an Höhe verloren und sei teilweise außer Kontrolle gewesen. Unklar ist bis jetzt, ob die Experimente an Bord noch weitergeführt werden können. Quelle: dpa, 04.09.1998

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Universität gibt Gebeine zurück
Die Universität von Nebraska will die sterblichen Überreste von 1.700 Indianern an deren Volk zurückgeben. Darauf einigten sich gestern die Leitung der Hochschule und Vertreter von 14 Indianer-Völkern. Die nicht-identifizierten Knochen sollen im Reservat der Omahas beigesetzt werden. Teilnehmer des Treffens werteten das Ergebnis als ein "historisches Ergeignis“. Die Gebeine der Indianer waren in den 30er und 40er Jahren von Historikern und Archäologen für Studienzwecke gesammelt worden. Sie stammen zum Großteil aus alten Grabstätten, die bei Bauarbeiten zerstört wurden. Auch andere amerikanische Hochschulen, Institute und Museen besitzen tausende von Knochen aus indianischen Gräbern. Nach einem Gesetz von 1990 müssen identifizierte Überreste von Indianern an deren Stämme zurückgegeben werden. Quelle: dpa, 04.09.1998

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Depressive Frauen nicht nur medikamentös behandeln
Depressionen bei älteren Frauen sollten nicht ausschließlich als Hormon-Probleme während der Wechseljahre abgetan werden. Diese Patientinnen sollten auch nicht nur mit Tabletten oder gar Elektro-Schocks behandelt werden. Das fordert die Mannheimer Psychologin Ulrike Thomas, die eine Doktorarbeit über Alters-Depressionen angefertigt hat. Häufig seien die Depressionen nicht biologisch bedingt sondern entstünden aus einer starken Abhängigkeit von Ehemann, Kindern oder den eigenen Eltern. Wenn beispielsweise die hochbetagte Mutter plötzlich sterbe, stehe die Frau ohne Bezugspunkte da, stellt die Psychologin fest. Depressionen seien die Folge, die sich häufig in chronischen Kopf-, Rücken- oder Magen-Schmerzen niederschlagen. In vielen Fällen helfe eine Psychotherapie. Studien zufolge haben Frauen mehr als doppelt so häufig Depressionen wie Männer. Quelle: dpa, 04.09.1998

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