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Leonardo .. Wissenschaft und mehr! 
  1. Raketenabschuß von schwimmender Plattform   
  2. Entschärftes AIDS-Virus ist heilsam   
  3. Kaiserschnitt kann vor AIDS schützen   
  4. Polarforscher bergen Forschungsstation   
  5. Sauerkirsche gegen Schmerzen   
  6. Knochen aus Muskelzellen   
  7. Protein gegen Krebstumore?   
  8. ?Galileo? hat sich abgeschaltet   
  9. Menschlisches Sperma von Ratten   
  10. Flugzeug für den Mars   
  11. Hohe Zahl an HIV-Infizierten in Deutschland   
  12. Antibiotika gegen Herzinfarkt   
  13. “Wechseljahre” an Mäusen verzögert   
  14. Termiten verdauen mit Essig   
  15. Russischer Spiegel im Weltraum   
  16. Hurrikan aus dem Windtunnel   
  17. Sucht in Deutschland   
  18. Tuberkulosegefahr auf Flügen   
  19. Adern aus Kunststoff   
  20. Haut aus Haaren   
  21. Drähte im Gehirn helfen bei Parkinson   
  22. Archäologen hoffen auf "Endeavour“-Fund   
  23. Kaugummi macht schlau   
  24. Labile Ökosysteme im Meer   
  25. Warnung vor Weizenkrankheit   
 

 
 
Ältestes Leben auf der Erde entdeckt
Raketenabschuß von schwimmender Plattform Am Samstag um 23.18 Uhr mitteleuropäischer Zeit soll erstmals eine Trägerrakete von einer schwimmenden Plattform aus in den Weltraum geschossen werden. Mit Hilfe der Plattform "Sea Launch“ soll die Erdrotation für eine maximale Beschleunigung der Rakete ausgenutzt werden. Deshalb startet die Rakete südlich von Hawaii genau auf dem Äquator. Das "Sea Lauch“-Projekt wurde bereits 1995 ins Leben gerufen. Beteiligt sind der US-Flugzeughersteller Boeing sowie russische, norwegische und ukrainische Firmen. Die Plattform wurde von norwegischen Ingenieuren entworfen und ähnelt den Ölplattformen auf offenem Meer. Bereits 18 Kunden haben Bestellungen für Satellitentransporte bei "Sea Launch“ in Auftrag gegeben. Acht Satelliten können pro Jahr so in den Weltraum gebracht werden. Schwierigkeiten sind bei hohem Seegang zu erwarten: Bringen Wellen die Plattform ins Schwanken, müssen Starts ausgesetzt werden. Quelle: AFP, 26.3.99

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Entschärftes AIDS-Virus ist heilsam
Ganz und gar ungewöhnlich verhält sich das gefährliche AIDS-Virus, wenn es gentechnisch manipuliert wird. US-Forscher haben es so gezähmt, daß es bei der Behandlung von Blutkrebs oder der Bluterkrankheit hilft. Das Team eines Forschungsinstitutes im kalifornischen La Jolla entschärfte das Virus, indem es ihn mit menschlichen Genen ausstattete. Danach steuerte das Virus die Produktion von Blutkörperchen. Da es aber nach wie vor ansteckend ist, konnten Mäuse mit ihm infiziert werden. Diese produzierten nun viele menschliche Blutkörperchen, ohne jedoch an AIDS zu erkranken. Die US-Forscher wollen das genmanipulierte Virus weiter testen und eines Tages an Menschen ausprobieren. Quelle: AFP, 28.01.1999

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Kaiserschnitt kann vor AIDS schützen
Die Gefahr einer AIDS-Infektion für Neugeborene kann um fast 90 Prozent gesenkt werden, wenn sie per Kaiserschnitt zur Welt kommen und gleich mit dem AIDS-Medikament AZT behandelt werden. Wie die US-Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine? berichtet, beteiligten sich an der Studie rund 8.500 AIDS-kranke Frauen in Europa und den USA. Von den natürlich geborenen Babies waren etwas über 7 Prozent infiziert, von den Kaiserschnitt-Geborenen nur 2 Prozent. Weltweit wurden 1997 rund 600.000 Kinder mit dem AIDS-Virus infiziert. Quelle: AFP, 28.01.1999

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Polarforscher bergen Forschungsstation
Wissenschaftler des deutschen Forschungsschiffes "Polarstern? haben mit dem Bord-Hubschrauber die vor der Antarktis treibende Filchner-Station erreicht. 4 Spezialisten des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung untersuchten die Station und ihre 120 Treibstoff-Fässer. Die Filchner-Station treibt seit Oktober vergangenen Jahres mit einem Kilometer pro Tag auf einem großen Eisberg durch das antarktische Eismeer. Die Station befindet sich nach Angaben der Forscher in einem guten Zustand. Die Innenräume weisen keine sichtbaren Beschädigungen auf. Die außerhalb der Container gelagerte Ausrüstung dagegen war unter einer meterhohen Schneedecke begraben. Details des Bergungsplanes werden erst nach dem Anlegen des Schiffes festgelegt. Noch ist die "Polarstern? etwa 160 Kilometer von der Eisscholle entfernt. Quelle: dpa, 29.01.1999

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Sauerkirsche gegen Schmerzen
Sauerkirschen enthalten natürliche Wirkstoffe, die Schmerzen besser bekämpfen als Aspirin. Ursache sind die sogenannten Anthocyanen, die Farbstoffe des pflanzlichen Zell-Saftes, die die Kirsche rot färben. Wie amerikanische Chemiker ausgerechnet haben, sollen 20 Sauerkirschen bis zu 25 Milligramm Anthocyane enthalten. Diese Menge reiche aus, um eine entzündungshemmende Wirkung im Körper zu bewirken. Blockiert werden durch die Anthocyane 2 spezielle entzündungsverursachende Enzyme. Auch Schmerzmittel wie Aspirin verdanken ihre Wirkung der Blockade dieser beiden Enzyme. Nach Berechungen der Chemiker muß Aspirin zehnfach höher dosiert werden, um an die Wirkung des Sauerkirsch-Farbstoffes heranzureichen. Die Erkenntnis beruht bisher allerdings nur auf Laboruntersuchungen, schränken die Forscher ein. Quelle: Journal of Natural Products / American Chemical Society, 28.01.1999

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Knochen aus Muskelzellen
Stammzellen aus Muskelgewebe können dazu umprogrammiert werden, Knochengewebe zu bilden. Diese Möglichkeit haben amerikanische Forscher jetzt erstmals im Mäuseversuch nachgewiesen. Sie entnahmen den Tieren Stammzellen aus der Skelettmuskulatur und bauten Zellen ein spezielles Gen ein, das Knochen wachsen lassen kann. Die so modifizierten Zellen wurden den Mäusen wieder eingepflanzt. Tatsächlich hätten die Zellen danach Knochengewebe produziert, berichten die Forscher. Sie sehen damit den Beweis erbracht, daß Muskelzellen die Voraussetzung zur Knochenbildung besitzen und lediglich durch eine Gentransplantation angeregt werden müßten. Jetzt wollen die Wissenschaftler ihr Verfahren so perfektionieren, daß es auch am Menschen angewandt werden könnte. Auf diese Weise soll bei komplizierten Knochenbrüchen das Verheilen des Gewebes ausgelöst werden. Quelle: University of Pittsburgh Medical Center, 2.2.99 (Forschung: Johnny Huard)

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Protein gegen Krebstumore?
Ein neues Medikament gegen Krebs ist jetzt erfolgreich an Mäusen getestet worden. Amerikanische Forscher isolierten und verstärkten dazu ein Protein, das normalerweise Bestandteil des natürlichen Immunsystems ist. Das Protein kann an vier Rezeptoren von Tumorzellen ankoppeln und dadurch den programmierten Zelltod auslösen. Wie die Forscher mitteilten, habe man das Präparat namens ?TRAIL? an verschiedenen Krebsarten getestet. Nach zweiwöchiger, täglicher Injektion des Medikaments hätten sich die Tumore in den Versuchsmäusen zu 70 bis 100 Prozent zurückgebildet. Gesundes Gewebe sei durch die Behandlung offenbar nicht beschädigt worden. Ob sich das Verfahren auf menschliches Gewebe übertragen läßt, ist noch ungeklärt. Quelle: Immunex Corporation, 2.2.99 (Forschung: David Lynch)

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Galileo hat sich abgeschaltet
Die Raumsonde "Galileo" hat sich bei der Annäherung an die Jupiteratmosphäre selbst in einen Ruhezustand versetzt. Wie die NASA mitteilte, sei die Sonde kurz zuvor am Mond Europa vorbeigeflogen. "Galileo" habe alle nicht wesentlichen Aktivitäten eingestellt und warte jetzt darauf, wieder Kontakt mit der Erde herzustellen. Die letzten erhaltenen Informationen deuteten darauf hin, daß alle beim Vorbeiflug gesammelten Daten gespeichert worden seien. Die Ursache des Problems, das "Galileo? zur Pause zwang, konnte noch nicht benannt werden. "Galileo" war 1989 gestartet und hatte Jupiter im Dezember 1995 erreicht. Quelle: AP / NASA, 2.2.99

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Menschlisches Sperma von Ratten
Einem in Japan tätigen griechischen Wissenschaftler ist es gelungen, Ratten und Mäuse zur Produktion von menschlichem Sperma anzuregen. Wie der Forscher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, entnahm er 18 zeugungsunfähigen Männern Hodenzellen und pflanzte sie zehn Ratten und acht Mäusen ein. Nach fünf Monaten hätten die Nager menschliches Sperma abgesondert. Bisher waren ähnliche Experimente in Japan und den Vereinigten Staaten fehlgeschlagen, weil die menschlichen Implantate in dem fremden Organismus abgestorben waren. dem griechischen Wissenschaftler gelang es nun, die Immunabwehr seiner Versuchstiere zu überlisten, indem er ihnen Augenzellen entnahm und dieses körpereigene Material zusammen mit dem menschlichen in ihre Hoden einpflanzte. Quelle: AFP, 2.2.99

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Flugzeug für den Mars
Die amerikanische Weltraumbehörde NASA plant den Einsatz eines Flugzeuges auf dem Mars. Im Budget für das Jahr 2000 seien dafür bereits 50 Millionen Dollar Entwicklungskosten eingeplant, teilte die NASA am Montag mit. Das Mars-Flugzeug dürfe nicht schwerer als 200 Kilogramm sein. Es werde erst in der Marsatmosphäre seine Tragflächen ausbreiten und einen komplett vorprogrammierten Kurs fliegen. Eine Steuerung von der Erde aus ist nicht möglich, weil das Senden zum Mars acht Minuten dauert. In der Mars-Atmosphäre herrscht nur ein Hundertstel des Drucks der Erdatmosphäre. Deshalb entspricht ein Marsflug einer Flughöhe von 30.000 bis 40.000 Meter über der Erde. Der Flugverkehr findet bei uns in der Regel nur bis Höhen von 10.000 Metern statt. Das Unternehmen ist für das Jahr 2003 vorgesehen und soll mit dem 100. Jahrestag des ersten Fluges einer motorisierten Maschine zusammenfallen. Die Gebrüder Wright waren am 17. Dezember 1903 mit einem Holzflugzeug etwa 40 Meter weit geflogen. Allerdings räumte die NASA schon jetzt ein, daß sich das Unternehmen "Marsflugzeug? auch bis zum Jahr 2005 verzögern könne. Quelle: AFP / AP / NASA, 2.2.99

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Hohe Zahl an HIV-Infizierten in Deutschland
In Deutschland sind soviel Menschen wie nie zuvor von AIDS betroffen. Nach Hochrechnungen des Berliner Robert-Koch-Instituts soll es insgesamt 37.000 HIV-infizierte Personen geben. Jedes Jahr infizieren sich 2.000 Menschen neu mit dem Immunschwächevirus, schätzen die Forscher. Gesunken sind die Zahlen der akut Erkrankten sowie die Aids-Todesfälle. Etwa 800 Menschen starben im vergangenen Jahr an AIDS, das ist die niedrigste Sterberate seit mehr als zehn Jahren. Seit Beginn der Aids-Epidemie Anfang der achtziger Jahre sind in Deutschland mehr als 21.000 Menschen erkrankt und über 16.000 an den Folgen der HIV-Infektion gestorben. Quelle: dpa, 2.2.99

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Antibiotika gegen Herzinfarkt
Die Einnahme von Antibiotika kann die Gefahr eines Herzinfarktes verringern. Dies belegt eine amerikanische Studie, in der die Daten von über 3.300 britischen Herzinfarkt-Patienten mit Informationen von rund 13.000 gesunden Patienten verglichen wurden. Demnach haben Patienten, die mit den Wirkstoffen Quinolon und Tetrazyklinen behandelt wurden, ein deutlich geringeres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Bei anderen Wirkstoffen wie Penizillin konnte der Effekt nicht festgestellt werden. Die Forscher sehen mit dem Ergebnis die Vermutung bestätigt, daß bakterielle Infektionen bei der Entstehung von Herzkrankheiten eine Rolle spielen. Man könne aus den Ergebnissen aber nicht ableiten, daß Antibiotika zur Vorbeugung oder Behandlung von Herzinfarkten eingesetzt werden sollten, schränkten die Forscher ein. Dies ziehe eine wachsende Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika nach sich. Wichtig bleibe dagegen eine Ernährung mit wenig Fett, ein niedriger Blutdruck und der Verzicht auf das Rauchen. Quelle: Journal of the American Medical Association, 3.2.99 (Forschung: Hershel Jick, University of Boston)

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“Wechseljahre” an Mäusen verzögert
Die Ausschaltung eines einzelnen Gens kann bei Mäuseweibchen die Funktion der Eierstöcke auch im hohen Alter aufrecht erhalten. Dies fanden amerikanische Forscher bei Experimenten am sogenannten Bax-Gen heraus. Bax gehört zu einer Reihe von Genen, die mit dem programmierten Zelltod und damit dem Alterungsprozess in Verbindung stehen. Nach Ausschaltung des Gens wurden in den Eierstöcken der Mäuse weiterhin Eier gebildet, allerdings nicht abgegeben. Die alten Weibchen seien auch nicht länger fruchtbar geblieben als ihre normalen Geschlechtsgenossinnen, berichten die Forscher. Von einer Manipulierung des Gens, das auch beim Menschen vorkommt, versprechen sich die Forscher eine Verzögerung der Wechseljahre. Damit einhergehende gesundheitliche Folgen könnten so auch ohne Hormonpräparate vermieden werden, hoffen die Genetiker. Quelle: Massachusetts General Hospital, 2.2.99 (Forschung: Jonathan Tilly; Veröffentlichung in “Nature Genetics”)

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Termiten verdauen mit Essig
Essigproduzierende Bakterien helfen den Termiten bei der Verdauung. Diese Entdeckung machten jetzt amerikanische Mikrobiologen, die die Darmflora der Ameisen untersuchten. Die Forscher gingen der Frage nach, warum Termiten vergleichsweise wenig Methan beim Verdauen der Nahrung erzeugen. Dazu entnahmen die Wissenschaftler den Termiten Magenbakterien und züchteten sie im Labor nach. Demnach wird im Magen bereits ein Drittel der gefressenen Gräser und Fasern durch Bakterien zerkleinert, die als Abfallprodukt Essig entstehen lassen. Erst im hinteren Teil des Darms finden sich weitere Bakterien, die beim Verdauungsvorgang Methan entstehen lassen. Die Mikrobiologen überlegen jetzt, ob sich das Essig-produzierende Bakterium nicht auch in den Magen von Kühen übertragen ließe. Kuhherden sind für rund 20 Prozent des weltweiten Methan-Ausstoßes verantwortlich, der zum Treibhauseffekt beiträgt. Kühe würden deutlich weniger Methan produzieren, wenn das Termiten-Bakterium ihnen bei der Verdauung hilft, glauben die Forscher. Quelle: Inscight, 3.2.99 (Forschung: John Breznak, Michigan State University)

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Russischer Spiegel im Weltraum
Ein mehrere Kilometer breiter Lichtkegel soll Donnerstag abend über die Erde hinwegziehen. Ursprung des Lichts ist der Weltraumspiegel des russischen Raumfahrtprojekts “Snamja” , zu deutsch: “Flagge”. Die Strahlen aus dem Weltraum sollen nach Angaben der Forscher in den Polarregionen das Leben angenehmer machen und Stromkosten sparen. Bei gutem Wetter wird der Lichtkegel laut russischer Raumfahrtagentur kurz vor 19.00 Uhr MEZ auch in Deutschland zu sehen sein. Das kreisförmige Aluminiumsegel ist am Versorgungsschiff Progress befestigt, das an der Raumstation Mir ankert. Kosmonauten an Bord der Mir richten das Segel in einer Höhe von 360 Kilometer per Hand aus. Dann soll der Spiegel das nächtliche Kasachstan mit der fünf- bis zehnfachen Stärke von vollem Mondlicht erhellen. Der bis zu acht Kilometer breite Lichtkegel soll, der Umlaufbahn von Progress folgend, über Rußland, Deutschland, Belgien, Kanada und gegen 2.00 Uhr Freitag früh über den USA aufleuchten. Bereits im Februar 1993 hatten die russischen Forscher ein fünf Stunden dauerndes Experiment mit einem kleineren Segel durchgeführt. Sie planen, im Jahr 2000 einen Aluminiumspiegel mit einem Durchmesser von 70 Metern längerfristig aufzuspannen. Negative Auswirkungen, wie sie etwa von Umweltschützern für den Biorythmus von Tieren im arktischen Norden befürchtet werden, seien nach Ansicht der Forscher nicht zu erwarten. Es sei auch nicht geplant, die Erdoberfläche zu erwärmen oder den Pflanzenanbau in der Polarregion zu ermöglichen. Quelle: AFP, 3.2.99

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Hurrikan aus dem Windtunnel
Künstliche Wirbelstürme kommen nicht länger nur aus den Trickstudios der Filmindustrie. Amerikanische Ingenieure und Meteorologen haben einen Windtunnel entworfen, der Wirbelstürme wirklichkeitsnah erzeugen kann. Das Projekt unter dem Namen "HomeSaver" existiert derzeit zwar nur als Modell im Maßstab 1 zu 14. Der neun Meter lange, fünf Meter breite und knapp zwei Meter hohe Windtunnel kann aber bereits beachtliche Stürme erzeugen. Die Kraft der Modell-Anlage entspricht einem Hurrikan von über 140 Stundenkilometern. Wie ein echter Wirbelsturm kann die Maschine starke Turbulenzen und ein in sich ruhendes Sturm-"Auge? erzeugen. Die Forscher planen, bis zum Jahr 2003 eine wesentlich größere Anlage zu errichten. Wie der Projektname "HomeSaver" bereits verrät, sollen ganze Häuser dem künstlichen Sturm ausgesetzt werden. So könnten Baufirmen ihre Konstruktionen auf Hurrikan-Sicherheit überprüfen. Quelle: Idaho National E&E Laboratory, 16.12.98

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Sucht in Deutschland
Die Zahl der Suchtkranken in der Bundesrepublik ist weiterhin sehr hoch. Das belegen Untersuchungen der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren, die heute in Bonn ihr jüngstes Jahrbuch vorstellte. Nach Angaben der Organisation sei vor allem der erhebliche Alkoholkonsum der Deutschen das größte Problem. Nach der Studie sind in der Bundesrepublik rund 4,4 Millionen Menschen alkoholabhängig oder zeigen ein mißbräuchliches Trinkverhalten mit bereits eingetretenen gesundheitlichen Folgeerscheinungen. Das bedeutet, daß sich annähernd jeder 18. Bundesbürger bereits krank getrunken hat. Ferner spricht die Hauptstelle von 250.000 bis 300.000 Menschen, die harte Drogen nehmen. Eine "erschreckende Trendwende" sei beim Zigaretten-Verbrauch zu verzeichnen. So seien 1997 rund 1,4 Millionen Zigaretten mehr konsumiert worden als im Vorjahr, seit 1993 sei der Konsums um 7,5 Prozent gestiegen. Alarmierend sei, daß der Anteil der Raucher in der Gruppe der 14 bis 24jährigen in den letzten fünf Jahren von zwölf auf 18 Prozent gestiegen sei. Kraft-Wärme-Kopplung und der erneuerbaren Energien. Quelle: ap, 17.12.98

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Tuberkulosegefahr auf Flügen
Auf Langstreckenflügen in schlecht belüfteten Flugzeugen kann es leicht zu einer Ansteckung mit Tuberkulose kommen. Darauf hat die Weltgesundheits-Organisation WHO heute in Genf hingewiesen. Vor allem eine schlechte Luftzirkulation im Flugzeug erhöhe das Risiko einer Ansteckung von Mitreisenden oder Bordpersonal durch einen infizierten Passagier. Tuberkulose kann wie eine harmlose Erkältung durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, wenn ein Tuberkulosekranker spricht oder hustet. Nach WHO-Angaben sterben jedes Jahr weltweit zwischen zwei und drei Millionen Menschen an der Krankheit. Durch die Zunahme von Langstreckenflügen sei in den vergangenen Jahren auch die Zahl der infizierten Flugpassagiere gestiegen, erklärte die WHO. Nach neuen Richtlinien, die heute veröffentlicht wurden, dürfen Menschen mit offener Tuberkulose grundsätzlich nicht an Bord eines Flugzeugs gehen. Um die Übertragung durch unerkannte Krankheitsträger zu verhindern, müsse außerdem während des Fluges und bei Zwischenstopps auf eine ausreichende Luft- Zirkulation in der Maschine geachtet werden. Quelle: dpa 17.12.98

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Adern aus Kunststoff
Kunststoffschläuche könnten Adern bei Arterienverkalkung ersetzen. Davon sind amerikanische Chemiker überzeugt, die neue künstliche Blutbahnen entwickelt haben. Das Material ähnelt menschlichen Proteinen und kann zumindest unter Laborbedingungen gut mit Körperzellen verwachsen. Bisher versuchen Ärzte bei Arterienverkalkung, Blutbahnen aus dem Körper des Patienten zu verpflanzen. Dabei werden beispielsweise Venen aus den Beinen in den Oberkörper versetzt. Die Adern wachsen aber nur in rund 70 Prozent aller Operationen dauerhaft an. Außerdem sind bei betroffenen Patienten oftmals alle wichtigen Blutbahnen geschädigt. Eine Transplantation hilft dann nur kurzfristig. Die künstlichen Adern könnten eine Alternative sein. Weil das Material in seiner Struktur menschlichem Gewebe nahekomme, werde es wesentlich besser angenommen, hoffen die Forscher. Erste Laborexperimente sollen nun durch Tierversuche bestätigt werden. Quelle: American Chemical Society, 25.3.99 (Forschung: David Tirrell, California Institute of Technology)

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Haut aus Haaren
Rund 100 Haare zupft Uwe Wollina, Oberarzt der Jenaer Hautklinik, seinen Patienten aus dem Kopf. Innerhalb von 3 Wochen zaubert er daraus ein rund 100 Quadrat-Zentimeter großes Hautstück. Ein zunächst schmerzhaftes Verfahren, weil die Haare wirklich ausgerissen werden müssen. Denn nur an lebenden Haaren sind Zellen zu finden, aus denen sich neue Haut züchten läßt. Was dagegen morgens im Kamm hängen bleibt ist meist abgestorben und damit nutzlos. Die gesuchten Zellen werden von den Haarwurzeln abgeschabt. Anschließend werden sie in speziellen Nährlösungen vermehrt. Mit einer gelatine-artigen Säure werden die neuen Hautzellen dann auf der Wunde befestigt. Die Säure baut sich langsam ab und die Haut wächst an. Die Ersatzhäute aus Jena sind wichtig bei der Behandlung großer Wunden. Früher wurde Patienten dazu Haut von anderen Körperstellen verpflanzt. Inzwischen züchten die Forscher lieber Ersatzhaut aus Haarzellen heran, weil diese sich besser teilen und damit über die Wundstelle ausbreiten. Außerdem ist die Haut aus Haaren wesentlich widerstandsfähiger. Der größte Vorteil ist jedoch das gute kosmetische Resultat. Quelle: dpa, 08.03.1999

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Drähte im Gehirn helfen bei Parkinson
Das Verfahren sei zwar noch in der experimentellen Phase, aber es könnte den Durchbruch in der Behandlung der Parkinson’schen Krankheit bringen. Diese Prognose wagten Würzburger Wissenschaftler am Wochenende auf dem 1. Kongreß der "Deutschen Parkinson-Gesellschaft“. Bei dem Schweizer Verfahren werden Patienten unter der Kopfhaut Drähte verlegt. Mit ihnen werden bestimmte Bereiche des Gehirns elektrisch stimuliert. Die Intensität kann von den Patienten selbst gesteuert werden. Mit einem Kästchen kann der Parkinson-Kranke seine Motorik an- und abschalten. Der Eingriff dazu kostet etwa 40.000 Mark. Allerdings gibt es bisher noch keine Langzeit-Erfahrungen über die Risiken dieser Therapie. Derzeit gibt es in Deutschland 250.000 Parkinson-Kranke. Trotz intensiver Forschung ist die Ursache der Krankheit immer noch unbekannt. Heilungsmöglichkeiten gibt es bisher nicht. Quelle: dpa, 07.03.1999

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Archäologen hoffen auf "Endeavour“-Fund
US-Archäologen hoffen, das Schiffs-Wrack der "Endeavour“ des Weltumseglers James Cook gefunden zu haben. Mit diesem Schiff segelte Kapitän Cook im 18. Jahrhundert bis nach Australien. Wie die Leiterin des Meeres-Archäologie-Projektes auf Rhode Islands mitteilte, sei am Samstag im Hafen von Newport an der amerikanischen Ost-Küste ein Wrack gefunden worden. Der Dreimaster sei der "Endeavour“ sehr ähnlich. Bis zum Sommer soll feststehen, ob es tatsächlich die "Endeavour“ ist. Kapitän Cook war 1768 mit der "Endeavour“ von Plymouth aus in den Südpazifik gesegelt. 3 Jahre späterkehrte er nach England zurück. Vor ihrer Versenkung im Hafen von Newport diente Cooks Schiff unter anderem Namen als Gefangenenschiff. Quelle: AFP, 07.03.1999

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Kaugummi macht schlau
Wenn Schüler im Unterricht Kaugummi kauen steigern sie damit ihr Denkvermögen. Diese Meinung vertritt der Vorsitzende der "Deutschen Gesellschaft für Gehirntraining“, der Medizin-Psychologe Siegfried Lehrl von der Universität Erlangen-Nürnberg. Der Grund: Insgesamt sei das Denkvermögen in Bewegung 20 Prozent höher als in Ruhe. Bereits eine Zehntel-Sekunde Bewegung rege das Gehirn an, schon nach einer Minute Ruhe lasse die Gehirnaktivität wieder nach. Den größten Effekt habe Bewegung im Kiefer- und Kehlkopf-Bereich - vermutlich deshalb, weil Denken und Sprechen im Gehirn eng verknüpft sind. Lehrl fordert Lehrer und Eltern zum Umdenken auf: Kaugummi-Kauen sei eine tolle Möglichkeit, Schüler aufnahmefähiger zu machen, empfiehlt er. Das Verbot von Kaugummi in Klassenzimmern sei demnach kontraproduktiv. Quelle: dpa, 07.03.1999

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Labile Ökosysteme im Meer
Das Ökosystem Meer ist offenbar weniger stabil als bisher angenommen. Schon sehr geringe Veränderungen der Wassertemperatur können einschneidende Veränderungen auslösen, sagen amerikanische Forscher. In der neuen Ausgabe des Magazins "Science“ belegen sie ihre These am Beispiel des Seesterns. Vor der kalifornischen Küste lebt ein spezieller Seestern, der auf kaltes Wasser angewiesen ist. In Folge der globalen Erwärmung sei ein schnelles, plötzliches Sterben der Tiere zu erwarten, glauben die Meeresforscher. Der Seestern ist vor Kalifornien aber ein wichtiger Fressfeind von Muscheln. Diese würden sich künftig explosionsartig ausbreiten, errechneten die Forscher. Das Beispiel zeige, wie eng die Nahrungskette im Meer verzahnt sei. Schon der Ausfall eines Tieres in einer solchen Kette werde schwerwiegende Folgen haben. Quelle: Oregon State University, 25.3.99 (Forschung: Eric Sanford, in "Science“ vom 26.3.99)

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Warnung vor Weizenkrankheit
Eine gefährliche Krankheit bedroht nach Expertenansicht weltweit die Weizenernten. Mexikanische Forscher entdeckten jetzt die als Stengel-Rost bekannte Krankheit auf experimentellen Weizenfeldern im Hochland von Uganda. Sie könne sich von Ostafrika aus weltweit ausbreiten, befürchten die Forscher. Die Krankheit, die seit Mitte der fünfziger Jahre unter Kontrolle schien, wird von einem hochansteckenden Pilz übertragen. Dieser kann sich über Winde weiträumig verbreiten. Das Wiederauftauchen der Krankheit in Uganda sei alarmierend, weil es den Zusammenbruch eines Widerstand-Gens anzeige. Man habe den Ausfall dieses Gens allerdings erwartet, sagen die Forscher. Über die Jahre seien daher eine Anzahl anderer Gene gesammelt worden, die einen besseren Schutz gegen Stengel-Rost bieten. Diese sollen jetzt in Weizensamen eingebaut werden. Quelle: dpa, 26.3.99

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