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Leonardo .. Wissenschaft und mehr! 
  1. Tomate wie Karotte   
  2. Raum für den Panda   
  3. Todesfälle durch alte Malaria-Medikamente   
  4. Mikroben mit Düsenantrieb?   
  5. Elektrische Fische können Entfernungen messen   
  6. Handy-Strahlung ist biologisch wirksam   
  7. Deutscher ESA-Astronaut Thiele   
  8. Tierversuche werden in Schweden zur Geheimsache   
  9. Erstes Hörgerät komplett im Kopf   
  10. Sind Väter entbehrlich?   
  11. Wissenschaftler lösen Leiche in Säure auf   
  12. Amerikanische Wissenschaftler sehen "schwarze Mäuse“   
  13. Tierschutz-Preis für Gummi-Kappe   
  14. Zusammenfassung aus dem Rechner   
  15. Turm des Nebukadnezar freigelegt   
  16. Beuteltiere in der Wüste Gobi gefunden   
  17. Verschoben Eisplatten die Erdachse?   
  18. Frauenförderung und Preis bei Max-Planck   
  19. Computer für Autodiebe   
  20. Kein beschleunigtes Zellsterben im Alter   
  21. Bananen im Lautsprecher   
  22. China will Ozon-Ballon starten   
  23. Rückzug der Beuteltiere auf Berggipfel   
  24. Ehrenrettung für Langschläfer   
  25. Mit Wasser in den Weltraum   
 

 
 
Tomate wie Karotte
Wer keine Karotten mag, kann ab sofort auf Tomaten ausweichen. In den USA kommen jetzt drei neue Tomatensorten auf den Markt, die das zehn- bis 25fache an Carotin enthalten wie herkömmliche Karotten. Die neuen gentechnisch veränderten Sorten haben Forscher des Landwirtschaftsministeriums entwickelt und nun für den Anbau freigegeben. Die carotinhaltigen Tomaten werden voraussichtlich zu Ketchup, Säften und Saucen verarbeitet, teilte das Ministerium mit. Die Forscher hoffen, auf diese Weise die Vitaminversorgung der Amerikaner zu verbessern. Carotin ist eine Vorstufe zum Vitamin A, das unter anderem für Augen, Knochenbildung und Wachstum wichtig ist. Quelle: AP, 3.11.98

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Raum für den Panda
Zur Rettung der bedrohten Pandabären will China eine Vielzahl sogenannter ?grüner Korridore? als Siedlungsgebiete ausweisen, wo die Tiere von Menschen ungestört leben können. Insgesamt siebzehn Areale sollen für die Pandas entstehen, indem Felder und Straßen in Bambuswälder umgewandelt werden. Bambus ist die Hauptnahrung für die Pandas. Das Projekt soll bis zum Jahr 2000 abgeschlossen sein. Für die Grünflächen hat Peking umgerechnet annähernd 60 Millionen Mark bereitgestellt. Der Panda ist in China ein nationales Symboltier. Aus dem traditionellen Lebensraum der Pandas in den Provinzen Sichuan, Shaanxi und Gansu in Zentralchina ist das Tier durch den Mensch nach und nach verdrängt worden. Die Pandas müssen heute zunehmend in schmalen Landstrichen leben, wo sie voneinander getrennt sind und sich somit auch nur schlecht fortpflanzen können. Quelle: AFP 3.11.98

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Todesfälle durch alte Malaria-Medikamente
In Nordindien sind mehr als 300 an Malaria erkrankte Menschen gestorben, weil die Ärzte sie mit längst abgelaufenen und daher unwirksamen Medikamenten behandelt haben. Wie die indischen Behörden heute mitteilten, ereigneten sich die Todesfälle im September und Oktober in 30 Dörfern des Staates Uttar Pradesh. Anfangs hätten sich die Ärzte gewundert, daß die Patienten nicht auf die Medikamente reagierten und hätten einen neuartigen Virus befürchtet. Erst jetzt sei bei der Überprüfung der Medikamente festgestellt worden, daß deren Haltbarkeit schon im November 1996 abgelaufen war. Quelle: AP, 3.11.98

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Mikroben mit Düsenantrieb?
Manche Bakterien können sich mit einer Art Düsenantrieb fortbewegen. Das wollen Forscher der Rockefeller Universität in New York und vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martiensried bei München herausgefunden haben. Sie veröffentlichten jetzt ihre Forschungsergebnissse in der Fachzeitschrift "Current Biology?. Manche Bakterienarten schwimmen mit Hilfe eines kleinen Propellers. Andere bewegen sich ohne erkennbare Antriebsmittel eher gleitend fort. Bei sogenannten Cyanobakterien entdeckten die Forscher nun Poren, durch die möglicherweise ein Schleimstrom abgesondert wird, der den Mikroben Schubkraft verleiht. Damit könnte sich diese Bakterienart sagenhaft schnell fortbewegen, immerhin 30 Zentimeter am Tag. Bei einer Bakterienart, deren Bewegungen Spiralen beschreiben, entdeckten die Forscher sogar wendelförmige Kanäle in den Poren, die an Rillen in einem Gewehrlauf erinnern. Allerdings sind Fachkollegen bisher noch skeptisch. Die Veröffentlichung sei zwar "provokativ", aber nicht stichhaltig: Es sei nicht aufgeklärt, ob die Schleimsekretion die Ursache oder das Ergebnis der Bewegung ist. Quelle: Spektrum der Wissenschaft 29.10.98

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Elektrische Fische können Entfernungen messen
Fische haben ein sehr feines elektrisches Gespür für Gegenstände in ihrer Umgebung. Das berichten Wissenschaftler vom Zoologischen Institut der Universität Bonn in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins ?Nature?. Nach ihren Untersuchungen können die Tiere sogar Entfernung zu Objekten messen. Außerdem besitzen Fische eine dreidimensionale Raumwahrnehmung. So gibt der schwach elektrische tropische Elefantenrüsselfisch mit einem Elektro-Organ am Schwanz ständig sehr schwache Spannungsstöße ins Wasser ab. Gleichzeitig mißt er mit Elektro-Rezeptoren, die über den ganzen Körper verteilt sind, das entstandene elektrische Feld. Das wiederum wird davon beeinflußt, ob sich in seiner Nähe Gegenstände befinden. Es verändert sich je nach Form und Material der Gegenstände. Das Problem bei Entfernungsmessungen lösen die Fische sehr elegant: Jedes Objekt wirft eine Art elektrischen Schatten auf die Fischoberfläche. Der Fisch mißt nun die Unschärfe am Rand des Schattens und die ist um so größer, je weiter der Gegenstand entfernt ist. Quelle: nature 29.10.98 (Forschung: Gerhard von der Emde / Zoologisches Institut der Universität Bonn)

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Handy-Strahlung weiter umstritten
Biologische Effekte durch niedrige elektromagnetische Strahlungen, wie sie beim Gebrauch von Mobiltelephonen frei werden, seien eindeutig bewiesen. Das erklärten Wissenschafter aus Österreich, Deutschland, Polen, Schweden, Kanada, USA und Neuseeland, auf einem Workshop an der Universität Wien. Es seien bisher Effekte wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen nachgewiesen worden. In einer "Wiener Deklaration zur Problematik der GSM-Handys und Basisstationen" betonen die Experten außerdem, wie wichtig es sei, die Bevölkerung in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen - nicht zuletzt, um Unsicherheit und Angst zu vermeiden. Außerdem forderten sie die Einführung einer einheitlichen Plakette für Handys, auf denen die Strahlendosis des Geräts angegeben wird. Anders sieht das der Handy-Experte der Weltgesundheitsorganisation WHO. Nach seinen Aussagen konnten bislang noch keine Auswirkungen auf die Gesundheit festgestellt werden. Sobald sich auch nur das kleinste Anzeichen erkennen ließ, daß Handys doch schädlich sind, würde die WHO das unverzüglich bekannt geben. Quelle: apa 28.10.98

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Deutscher ESA-Astronaut Thiele für Flug ins All nominiert
Der deutsche Astronaut Gerhard Thiele steht vor seinem ersten Raumflug. Thiele ist als Missionsspezialist und Mitglied der Crew für den Raumflug STS-99 ernannt worden. Das teilten die Europäische Weltraumorganisation ESA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt heute mit. Ziel der Mission, die für September 1999 vorgesehen ist, sei die ökologische Kartierung der Erdoberfläche. Thiele hat seine Ausbildung zum Wissenschafts-Astronauten bei der DLR in Köln absolviert. Er war Mitglied der Back-up Crew der deutschen Raumfahrtmission D 2/ ?Columbia? im Jahr 1993. Drei Jahre später begann der Physiker seine Ausbildung als Missionsspezialist bei der US-Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa. Thiele ist für Missionen an Bord des Space Shuttles und für die Internationale Raumstation qualifiziert. Quelle: ADN 29.10.98

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Tierversuche werden in Schweden zur Geheimsache
Wegen der stark zunehmenden Zahl von Gewalttaten militanter Tierschützer wollen die schwedischen Behörden Geheimhaltung bei der Arbeit mit Tierversuchen einführen. Wie die Zeitung "Dagens Nyheter? heute meldete, sollen die Namen von an Tierversuchen beteiligten Personen künftig geheimgehalten werden. Damit wird einer offiziellen Mitteilung zufolge auf die erheblich zunehmende Bedrohung von Personen reagiert, die mit Tierversuchen befaßt sind. Dies gelte vor allem für Tierärzte und leitende Angestellte. In den letzten vier Jahren stieg in Schweden die Zahl von Anzeigen bei der Polizei wegen Gewalttaten im Zusammenhang mit Tierschutz von 30 auf knapp 300. Darunter waren Polizeiangaben zufolge auch neun Brandstiftungen. Bei den Attentätern handele es sich um Gruppen wie "Befreiungsfront für Tiere? und "Tierrechts-Armee?. Dies seien sehr kleine und lose, aber entschlossen vorgehende Zusammenschlüsse überwiegend junger Leute. Quelle: dpa 29.10.98

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Erstes Hörgerät komplett im Kopf
Wissenschaftler der Tübinger Universität haben das erste Hörgerät entwickelt, das vollständig im Kopf getragen wird. Es wurde einem Patienten mit Innenohr-Schwerhörigkeit eingesetzt. Bisher wurden nur Teile eines Hörgerätes eingepflanzt, die Anschlüsse lagen weiterhin außen am Kopf. Das neue Gerät der Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik in Tübingen nimmt den Schall über ein Mikrophon in der Nähe des Trommelfells auf. In dem System ist eine Batterie integriert, die kontaktlos von außen aufgeladen wird. Die Vorrichtung dazu gleicht einem Walkman-Kopfhörer. Geregelt wird das Hörgerät mit einer kleinen, ebenfalls drahtlosen Fernbedienung. Nach Angaben der Forscher muß die Hörhilfe alle 3 bis 5 Jahre durch eine Operation ausgetauscht werden. Quelle: Universitätskllinikum Tübingen, 27.11.1998

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Sind Väter entbehrlich?
Für Kinder alleinerziehender Eltern spielt es keine Rolle, ob nun Vater oder Mutter fehlen. Dies stellten US-amerikanische Psychologen anhand von 3.000 befragten Jugendlichen fest. Damit widerlegten sie die Theorie, daß sich das Fehlen des Vaters negativ auswirkt. In ihrer Untersuchung verglichen die Soziologen 456 Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren, die bei ihrem Vater aufwuchsen, mit rund 2.600 Gleichaltrigen, die bei ihrer Mutter lebten. Zwischen beiden Gruppen wurden keine Unterschiede im Verhalten festgestellt. Wenn Kinder alleinerziehender Eltern mehr Probleme hätten, so gehe dies im allgemeinen auf das Fehlen des zweiten Elternteils zurück, schlußfolgern die Soziologen. Quelle: Ohio State University, 30.11.1998

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Wissenschaftler lösen Leiche in Säure auf
Damit soll bewiesen werden, daß eine Leiche innerhalb von 24 Stunden spurlos verschwinden kann. Den Auftrag erhielten die Wissenschaftler der belgischen Universität in Löwen von der Brüsseler Staatsanwaltschaft. Diese ermittelt gegen den Pastor Andras Parny, der des sechsfachen Mordes verdächtig ist. Seine Tochter hatte ausgesagt, gemeinsam mit dem Beschuldigten ermordete Familienangehörige in Säure aufgelöst zu haben. Um dies zu überprüfen verwendeten die Wissenschaftler den Leichnam eines toten Mannes, der seine sterblichen Überreste der medizinischen Forschung zur Verfügung gestellt hatte. Versuche mit einer Lösung aus ätzendem Abflußreiniger verliefen erfolglos. Erst mit einer zweiten, nicht näher benannten Lösung, die wegen ihrer Gefährlichkeit nicht verkauft werden darf, gelang es den Wissenschaftlern, die Leiche einschließlich der Zähne innerhalb von 24 Stunden aufzulösen. Quelle: AFP, 30.11.1998

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Amerikanische Wissenschaftler sehen "schwarze Mäuse“
Sie verpaßten weißen Albino-Mäusen ein schwarzes Fell, indem sie ein bestimmtes Gen in den Haut-Zellen manipulierten. Dabei machten sie die genetische Veränderung rückgängig, die dunkle Mäuse zu weißen Albinos macht. Das Gen, welches die Forscher instandsetzen, ist für die Bildung des Enzyms "Tyrosinase“ verantwortlich. Wenn dieses spezielle Gen bei Albino-Mäusen repariert wurde, begannen die Hautzellen innerhalb von 6 Tagen mit der Pigment-Produktion und das Fell der Tiere färbte sich dunkel. Weil das reparierte Gen stabil ist, wird es an nachfolgende, dann völlig schwarze Generationen vererbt. Die Forscher hoffen, daß mit dem Mäuse-Experiment Techniken zur Gen-Reparatur entwickelt werden, mit denen Erbkrankheiten behoben werden können. Quelle: Jefferson Medical College, Philadelphia, 29.11.1998

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Tierschutz-Preis für Gummi-Kappe
Der Direktor des Münchner Tierparks "Hellabrunn“, Professor Henning Wiesner, hat heute den Felix-Wankel-Tierschutzpreis erhalten. Ausgezeichnet wurde er für die Entwicklung einer schonenden Betäubungs-Methode für Wildtiere sowie einen neuen Test, der Tierversuche ersetzen soll. Die neue Betäubung ist schonender als beim bisher verwendeten Narkosegewehr. Durch die Wucht beim Aufprall des mit Betäubungsmittel gefüllten Projektils erleiden Tiere oft schwere Haut- und Muskel-Verletzungen. Wiesner berechnete die Auftreffenergie des Projektils in Abhängigkeit von Haut und Haardichte des Opfers. Das Ergebnis ist eine Gummi-Kappe an den Pfeilen, welche die Auftreffenergie abmildert. Damit sei stets ein "tierschonender Schuß“ möglich. Der Felix-Wankel-Tierschutzpreis wird jedes Jahr für wissenschaftliche Leistungen verliehen, die den Tierschutz fördern oder Tierversuche ersetzen. Gestiftet wurde er vom Erfinder des Wankel-Motors. Quelle: dpa, 30.11.1998

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Zusammenfassung aus dem Rechner
Zusammenfassung aus dem Rechner Die Auswertung langer Texte kann man künftig getrost dem Computer überlassen. Ein neues Programm namens “Topic Islands” kann jetzt das Wichtigste in wenige Absätze zusammenfassen. Amerikanische Mathematiker haben die Software entwickelt, um damit der anschwellenden Datenflut Herr zu werden. Neben Wissenschaftlern wollen die Entwickler auch Lehrer oder Rechtsanwälte mit ihrem Programm entlasten. Algorithmen übernehmen dabei die Aufgabe, die einzelnen Wörter zu erfassen, sie untereinander in Verbindung zu bringen und ihre Bedeutung in einer hierarchischen Struktur einzuordnen. Der Nutzer soll abschätzen können, ob der Inhalt eines Textes ein genaueres Studium lohnt. In einem Testlauf ließen die Entwickler sämtliche Reden des kubanischen Staatschefs Fidel Castro aus den letzten dreißig Jahren auswerten. Weil die Algorithmen mehrere Dokumente parallel bearbeiten können, erhielten die Mathematiker schon nach Minuten eine Liste der Schwerpunkte und eine Reihenfolge der Themen, die Castro in seinen Reden behandelt hatte. Quelle: Pacific Northwest National Laboratory, 2.12.98

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Turm des Nebukadnezar freigelegt
Österreichische Archäologen haben im Irak einen rund 2.500 Jahre alten Tempelturm aus der Zeit Nebukadnezars freigelegt. Von dem ursprünglich über 70 Meter hohen Turm sind noch 52 Meter erhalten. Es handelt sich nach Angaben der Forscher um eine Turmanlage von quadratischem Grundriß auf einer Fläche von 90 mal 90 Metern. Ein vergleichbarer, zur gleichen Zeit errichteter Turm wurde bereits in den 20er Jahren bei Ur ausgegraben. Die neue Anlage, 120 Kilometer südlich von Bagdad gelegen, ist aber wesentlich größer und besser erhalten. Der Turm besteht aus Millionen luftgetrockneter Lehmziegel, die außen von einer Schicht gebrannter Backsteine ummantelt sind. Insgesamt zwanzig Jahre forschten die österreichischen Archäologen vor Ort. Jetzt, nach Abschluß der Ausgrabung, sind sie sicher, daß es sich um den Hauptsitz des babylonischen Königs Nebukadnezar II. gehandelt haben muß. Unter ihm erreichte die babylonische Kultur ihren Höhepunkt und konnte ihren Einfluß bis zum Mittelmeer ausweiten. In der Turmanlage sollen sich eine große Bibliothek und die Wohnräume der königlichen Familie befunden haben. Quelle: AP, 3.12.98 (Forschung: Wilfrid Allinger-Csollich / Helga Trenkwalder, Universität Insbruck)

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Beuteltiere in der Wüste Gobi gefunden
In der mongolischen Wüste Gobi haben amerikanische Archäologen die fossilen Überreste zweier bisher unbekannter Beuteltiere gefunden. Von dem erwachsenen Exemplar sind ein fast vollständiger Schädel, Kiefer- sowie Armknochen erhalten geblieben. Bei dem zweiten nur fragmentarisch erhaltenen Exemplar handele es sich wahrscheinlich um ein Jungtier, schreiben die Forscher im Magazin “Nature”. Der rund 80 Millionen Jahre alte Fund läßt eine Verwandtschaft mit dem Opossum, der Beutelratte vermuten, von der heutzutage zwei Arten in Nord- und Südamerika leben. Die Forscher glauben, ein bisher fehlendes Bindeglied der Evolutionsgeschichte gefunden zu haben. Sie erhoffen sich Hinweise auf die Entstehung der Säugetiere. Beuteltiere sind eine der drei heute noch lebenden Säugetierordnungen. Quelle: Nature, 3.12.98 (Forschung: Guillermo W. Rougier, University of Louisville)

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Verschoben Eisplatten die Erdachse?
Amerikanische Geologen glauben, die Neigung unserer Erdachse erklären zu können. Demnach hat erst die Verschiebung von Eisplatten die heutige Neigung von 23,5 Grad erzeugt. Vor 600 Millionen Jahren habe die Neigung noch mindestens 54 Grad betragen, schreiben die Forscher im Magazin “Nature”, der Äquator sei von Eisschichten bedeckt gewesen. Vermutlich seien die der Sonne zugewandten Pole damals wärmer gewesen und hätten den ersten Lebensformen dadurch das Überleben gesichert. Nach den neuen Modellen der Geologen soll sich innerhalb von 100 Millionen Jahren eine Verschiebung der Eisflächen vom Äquator zu den Polen vollzogen haben. Die Erde sei durch die Wanderung so großer Massen in ihrer Rotation beeinflußt worden. Dadurch habe sich die Neigung zur Umlaufbahn um die Sonne langsam verringert. Die Zusammenhänge zwischen Klima, Eisflächen und Neigung seien allerdings sehr komplex, schränken die Forscher ein. Es handele sich bei der neuen Theorie daher nur um eine der möglichen Varianten. Quelle: Nature, 3.12.98 (Forschung: James Kasting, Pennsylvania State University)

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Frauenförderung bei Max-Planck
Die Max-Planck-Gesellschaft will künftig den Anteil der Wissenschaftlerinnen in ihren Instituten deutlich erhöhen. Das wurde heute auf der Jahrespressekonferenz der Organisation in München mitgeteilt. Mit eigenen Programmen zur Förderung von Wissenschaftlerinnen wolle man den Anteil der Frauen in Leitungspositionen erhöhen. Dazu sollen 10 zusätzliche hochdotierte Stellen mit der entsprechenden Ausstattung geschaffen werden, um Forscherinnen den Karriereweg in die Wissenschaft zu öffnen. Auch in der Nachwuchsförderung will die Max-Planck-Gesellschaft verstärkt tätig werden. Ebenfalls heute verlieh die Max-Planck-Gesellschaft ihren mit 250.000 Mark dotierten Forschungspreis an den Freiburger Wissenschaftler Professor Dr. Peter Jonas. Die Arbeitsgruppe von Jonas untersucht, wie Nervenzellen im Gehirn miteinander kommunizieren. Nervenzellen bilden im Gehirn ein kompliziertes Netzwerk. Jede einzelne Zelle kommuniziert mit bis zu mehreren tausend anderen Zellen. Das geschieht über sogenannte Synapsen, Verbindungsstellen, in denen die elektrischen Nervenreize chemisch weitergeleitet werden. Diese Vorgänge laufen mit extrem hoher Geschwindigkeit ab und sind nur schwer zu messen. Den Freiburger Forschern gelang es, einige dieser grundlegenden Mechanismen der Zellkommunikation zu entschlüsseln. Quelle: Max-Planck-Gesellschaft, 3.12.98

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Computer für Autodiebe
Autotüren, die sich per Infrarot-Schaltung öffnen lassen, sind geradezu eine Einladung für Autodiebe. Sie benötigen zum Öffnen der Tür lediglich einen sogenannten “Palmtop“-Computer, ein Taschenrechner-großes Gerät, das von verschiedenen Herstellern als persönlicher Assistent vermarktet wird. Einige der kleinen Computer besitzen bereits eine Infrarot-Schnittstelle. Über diese Schnittstelle, berichtet das britische Magazin „New Scientist“, kann der Sendecode der Infrarotschlüssel kopiert werden. Dazu muß man nur ein spezielles Computerprogramm einsetzen, das zum Programmieren von Fernbedienungen entwickelt wurde. Das Programm erkennt den ausgesandten Code der Schlüssel und speichert ihn innerhalb von zehn Sekunden im Rechner ab. Allein in Großbritannien könnten drei Millionen PKWs für den Computer-Trick anfällig sein, schätzen die Versicherungen. Einen Schutz vor Autodiebstahl bieten derzeit nur solche Schlüsselsysteme, die den Code nach jeder Benutzung ein wenig verändern, so daß eine Kopie automatisch ungültig wird. Quelle: New Scientist, 3.12.98 (Veröffentlichung in der Ausgabe vom 5.12.98)

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Kein beschleunigtes Zellsterben im Alter
Amerikanische Wissenschaftler haben die These widerlegt, mit zunehmendem Alter komme es zu einem beschleunigten Sterben von Hirnzellen. Es sei zwar richtig, daß wir im Laufe der Jahre Hirnzellen verlieren, so die Forscher. In Untersuchungen an Senioren habe man aber keine Beschleunigung dieses Prozesses feststellen können. Die Wissenschaftler hatten die Gehirne und ihr Volumen von 46 Personen zwischen 65 und 95 Jahren verglichen. Bei allen Beteiligten habe das Zellsterben einheitlich unter einem Prozent jährlich betragen. Das Alter habe dabei offenbar keine Rolle gespielt. Wenn frühere Studien einen beschleunigten Abbau von Hirnzellen festgestellt haben, könne dies nur auf noch nicht diagnostizierte Fälle von Alzheimer oder ähnlichen Erkrankungen zurückzuführen sein. Diese Krankheiten seien aber nicht an den natürlichen Alterungsprozeß gebunden. Quelle: Oregon Health Sciences University, 21.12.98 (Forschung: Jeff Kaye, Veröffentlichung in ?Neurology?)

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Bananen im Lautsprecher
Membranen in Lautsprechern könnten künftig aus Bananenfasern hergestellt werden. Das Laub der Bananenstaude habe wegen seiner Elastizität hervorragende Eigenschaften für den Lautsprecherbau, berichten japanische Entwickler. Bisher besteht die Membrane im Lautsprecher aus Papier. Die Hersteller setzen dazu Materialien ein, die extrem sensibel auf elektromagnetische Wellen reagieren und gleichzeitig Vibrationen dämpfen. Daß Blätter der Bananenstaude diese Fähigkeit besitzen, fanden Papierproduzenten jetzt zufällig heraus. Normalerweise werden die Blätter für hochwertige kalligraphische Papiere verwandt. Weil die Faserstruktur des Bananenpapiers von geringer Homogenität ist, so die Entwickler, werden unerwünschte Klang-Resonanzen im Lautsprecher stark reduziert. Quelle: New Scientist, 19.12.98

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China will Ozon-Ballon starten
China will am 1. Januar einen 30.000 Kubikmeter großen Wetterballon starten. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua soll damit die Ozonschicht in der Atmosphäre über China überwacht werden. Der Start des Ballons erfolge im Rahmen eines Programms des Instituts für atmosphärische Physik und eines ungenannten ausländischen Kühlmittelherstellers. Der Wetterballon soll in 30.000 Metern Höhe stationiert werden. China hat sich verpflichtet, die Produktion von Kühlmitteln und anderen Chemikalien allmählich einzustellen, die von Wissenschaftlern für die Abnahme der Ozonschicht verantwortlich gemacht werden. Die Ozonschicht hält die von der Sonne ausgehende ultraviolette Strahlung von der Erde fern. Zuviel UV-Strahlung kann Hautkrebs verursachen. Quelle: ap, 21.12.98

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Rückzug der Beuteltiere auf Berggipfel
Wegen der stetigen Erderwärmung haben mehrere seltene Arten australischer Beuteltiere die Flucht ergriffen und sich auf die kühleren Berggipfel zurückgezogen. Australische Forscher fanden auf den Gipfeln der höchsten Berge sieben Arten der Pflanzenfresser. Diese Säuger brauchen kühle Bedingungen, nicht nur, um ihre Körpertemperatur auf einem niedrigen Niveau zu halten, sondern auch um Trinkwasser zu finden. Auf den Bergen gibt es noch genügend Tau. Wenn es im Laufe der nächsten 50 bis 100 Jahre einen weiteren Klimawandel geben sollte, würden auch die sieben aufgefundenen Arten der Beuteltiere aussterben, warnen die Wissenschaftler. Ihr Aussterben hätte auch schwerwiegende Auswirkungen auf das biologische Gleichgewicht in den tropischen Regenwäldern Australiens. Quelle: AFP / 210943, Dez 98

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Ehrenrettung für Langschläfer
Wer abends spät ins Bett geht und morgens länger schläft, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Britische Mediziner haben jetzt nachgewiesen, daß die individuellen Schlafgewohnheiten weder auf die Gesundheit noch auf den beruflichen Erfolg Auswirkungen haben. Dazu befragten die Forscher über 1.200 Männer und Frauen über 65 Jahren. Fast 30 Prozent der Beteiligten bezeichneten sich selbst als Frühaufsteher, die deutlich vor 11 Uhr abends schlafen gingen und vor 8 Uhr morgens wieder munter waren. Rund ein Viertel der Befragten ging dagegen deutlich später ins Bett und schlief morgens bis weit über 8 Uhr hinaus. Bei keinem der Befragten seien gesundheitliche oder soziale Auswirkungen feststellbar gewesen, die auf die Schlafgewohnheiten zurückzuführen wären. Langschläfer als faul oder langsam anzusehen, sei daher ein unbegründetes Vorurteil. Wer durchschnittlich acht Stunden schläft, brauche sich keine Sorgen zu machen, um welche Zeit er ins Bett geht. Wichtiger sei, seinem persönlichen Schlafrhythmus gerecht zu werden, sagen die Forscher. Quelle: British Medical Journal, 19.12.98 (Forschung: Catharine Gale, Southampton University)

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Mit Wasser in den Weltraum
Ein mit Wasserdampf angetriebener Schlitten soll Raumschiffen Starthilfe geben. Ein entsprechendes System haben Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin vorgestellt. Die Konstruktion könnte Raumgleiter auf einer speziellen Startrampe auf mehrere hundert Stundenkilometer beschleunigen. Das Antriebssystem wird dazu hinter dem Gleiter auf einem Schlitten montiert, der entweder auf einer Schiene oder auf Rädern läuft. In einer Modellanlage habe man 100 Stundenkilometer bereits nach 1,5 Sekunden erreicht, berichten die Forscher. Sie glauben, mit ihrem System die drei- bis sechsfache Erd-Beschleunigung realisieren zu können. Das System sei wiederverwendbar, kostengünstig und sicher. Weil nur Wasser als Treibstoff eingesetzt werde, gebe es auch keine Explosionsgefahr wie bei chemischen Treibstoffen. Quelle: Technische Universität Berlin, 22.12.98

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