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Leonardo .. Wissenschaft und mehr! 
  1. Satelliten beobachten Vulkane   
  2. Gentherapie strafft alte Muskeln   
  3. Diamanten kühlen Chips   
  4. Ozeane auf Jupiter-Monden?   
  5. Knochenmark-Spende muß nicht genau passen   
  6. Vom Aquarium ins Mittelmeer   
  7. Echsen mit vier Geschlechtern   
  8. Umweltschutz in allen Politikbereichen gefordert   
  9. Künstliche Haut aus Kunststoff?   
  10. Primitives Leben im ewigen Eis   
  11. Kontrolle über Sonnenobservatorium verloren   
  12. Studium per Internet   
  13. Operationstermin entscheidet über Heilungschance   
  14. Menschlicher Fingerabdruck im Klima   
  15. Dinoblümchen   
  16. Detektor warnt bei Gehirnblutungen   
  17. Ökosystem Ostsee ist stabil   
  18. HI-Virus im Sperma   
  19. Pöbeln macht krank   
  20. Hubble stellt Urknall in Frage   
  21. IBM baut schnellsten Computer der Welt   
  22. Unsterblichkeit ohne Risiko?   
  23. Körperschäden durch Computerspiel   
  24. Operation mit Magneten   
  25. Österreich wurde 1,8 Grad wärmer   
 

 
 
Satelliten beobachten Vulkane
Die Vulkane des amerikanischen Kontinents befinden sich neuerdings unter Satelliten-Überwachung. Wie US-Geologen mitteilten, wurden zwei Satelliten über Nord- und Südamerika darauf ausgerichtet, alle 15 Minuten Bilder der Vulkane zur Erde zu funken. Die wichtigsten Vulkane können sogar über das Internet jederzeit überwacht werden. Die zwei geostationären Satelliten beobachten die Erdoberfläche aus einer Höhe von rund 36.000 Kilometern. Ihre Infrarot-Sensoren überwachen als eine Art Thermometer die Hitzeentwicklung in den Vulkanen und übermitteln die Daten an die Beobachtungsstation auf Hawaii. So sollen künftig entstehende Vulkan-Aktivitäten lange vor einem Ausbruch erfaßt werden. Eine exakte Vorhersage für Vulkan-Ausbrüche sei allerdings nicht möglich, schränken die Forscher ein. Sie wollen lediglich den Geologen vor Ort Daten liefern, die diese dann durch örtliche Untersuchungen ergänzen müssen. Mehr Infos: volcano1.pgd.hawaii.edu/goes/ Quelle: Inscight, 15.12.98

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Gentherapie strafft alte Muskeln
Eine neue Gentherapie könnte die menschliche Muskulatur vor Alterungsprozessen bewahren. Zumindest im Mäuseversuch ist diese Behandlung jetzt erstmals erfolgreich angewandt worden. Wie amerikanische Genforscher gestern auf einem Kongreß in San Francisco bekanntgaben, wuchs die Muskelkraft älterer Mäuse durch die Gentherapie um 27 Prozent. Bei jüngeren Mäusen habe man noch ein Wachstum der Muskelstärke von 15 Prozent feststellen können. In ihrer Behandlung setzen die Forscher die Fähigkeit von Viren ein, genetisches Material in Zellen einzuschleusen. Die Wissenschaftler manipulierten einen speziellen Virus, anstelle der Vireninformationen Insulin-ähnliche Wachstumsfaktoren an das Muskelgewebe zu übertragen. Auf diese Weise wird das Muskelgewebe zum Aufbau neuer Zellen animiert. Die Gentherapie sei zwar kein "Jungbrunnen“ für alte Menschen, könnte aber gegen Muskelschwund und verwandte Krankheiten eingesetzt werden, hoffen die Forscher. Auch Sportlern verspricht die Therapie eine Stärkung ihrer Muskulatur. Quelle: University of Pennsylvania Medical Center, 14.12.98 (Forschung: H. Lee Sweeney)

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Diamanten kühlen Chips
Ein neues Mikrokühlsystem für Elektronik-Plantinen setzt Diamanten als Kühler ein. Die Entwickler an der Fernuniversität Hagen übertrugen dazu das Prinzip des Autokühlers auf die Elektronik. Sie setzen billige künstliche Diamanten ein, die eine große Wärmeleitfähigkeit besitzen. Die Diamantenkristalle werden dazu in die Speicherchips integriert und können Hitze, die an einzelnen Stellen der Platine auftritt, in mehrere Richtungen verteilen. Die Hitze wird vom Diamanten auf eine Platte übertragen, die von winzigen Kanälen durchzogen ist. Auf dieser Platte pressen kleine Pumpen eine Kühlflüssigkeit. Auf diese Weise können Temperaturen von weit über 100 Grad Celsius aus elektronischen Bauteilen abgeleitet werden. Das neue Verfahren wird jetzt unter anderem zur Kühlung von Laserdioden eingesetzt. Gegenüber herkömmlichen Geräten kann die Temperatur in neuen Lasern von etwa 60 Grad auf weniger als 35 Grad gesenkt werden. Dadurch steigt die Lebensdauer der bis zu 15.000 DM teuren Laserdioden um rund das 16-fache. Quelle: Fernuniversität-Gesamthochschule-Hagen, 15.12.98

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Ozeane auf Jupiter-Monden?
Nicht nur auf dem Jupiter-Mond Europa, sondern auch auf seinem Nachbarn Callisto gibt es möglicherweise einen unterirdischen Ozean. Dies vermuten amerikanische Astronomen nach der Auswertung von Daten, welche die Raumsonde Galileo zur Erde gefunkt hat. Die Sonde registrierte starke Störungen im magnetischen Feld des Jupiter, als sie an den beiden Monden vorbeiflog, berichten die Astronomen in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature“. Da die Monde keine starken Magnetfelder besitzen, kämen nur große unterirdische Salzwasser-Vorkommen als Störungsquelle in Frage, vermuten die Forscher. Sollten sich unter der Oberfläche tatsächlich Ozeane befinden, so könnte das die Grundlage für einfache Lebensformen bieten. Die Sonde Galileo kreist seit Dezember 1995 in der Umlaufbahn des Jupiter. Eine weitere NASA-Sonde soll im Jahr 2003 auf den Jupiter-Mond Europa geschickt werden, um nach potentiellem Leben zu suchen. Quelle: Nature, 22.10.98

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Knochenmark-Spende muß nicht genau passen
Knochenmark-Transplantationen sind auch möglich, wenn Spender und Empfänger nur in wenigen immunologischen Markern gleich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie israelischer und italienischer Forscher, die 43 solcher Spenden ausgewertet hat. Bisher geht die Medizin allgemein davon aus, daß sechs immunologische Marker übereinstimmen müssen, damit der Empfänger das gespendete Knochenmark verträgt. Nach der neuen Studie müssen unter Umständen nur drei Marker identisch sein. Voraussetzung einer solchen Behandlung ist, daß der Empfänger extrem große Mengen blutbildende Stammzellen mit dem Spendermark erhält. Der Spender erhält deshalb vor der Transplantation eine Hormonbehandlung, die den Körper zur massiven Bildung von Knochenmark anregt. Die Behandlungschancen für Leukämie-Patienten könnten auf diese Weise deutlich steigen, hoffen die Forscher. Quelle: Weizmann Institut / Universität Perugia, Italien, 21.10.98 (Veröffentlichung im New England Journal of Medicine, 22.10.98)

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Vom Aquarium ins Mittelmeer
Eine das Mittelmeer verseuchende Grünalge stammt aus dem Aquarium von Monaco. Diese bereits seit längerem bestehende Vermutung haben Schweizer Wissenschaftler jetzt durch genetische Untersuchungen bewiesen. Der Verdacht, die Alge sei aus dem Rotem Meer über den Suezkanal eingeschleppt worden, ist damit widerlegt, meinen die Forscher. Nach Untersuchung des Erbgutes stamme die Alge aus europäischen Aquarien. Die Grünalge war erstmals in den 70er Jahren für die tropischen Aquarien im zoologisch-botanischen Garten in Stuttgart eingeführt worden, in den 80ern dann für Aquarien im französischen Nancy und in Monaco. Seitdem die Alge bei Reinigungsarbeiten versehentlich ins Mittelmeer gespült wurde, breitet sie sich immer weiter aus. 83 Kilometer Küste und 46 Quadratmeter Fläche sind bereits von der als "Killeralge“ bezeichneten Wasserpflanze überwuchert. Die Schweizer Wissenschaftler fordern, den Verkauf der tropischen Alge in Europa einzuschränken, weil sie das biologische Gleichgewicht störe. Die Grünalge wächst sehr schnell und wird wegen ihrer kräftigen grünen Farbe gerne für Aquarien benutzt. Quelle: dpa / Ecology Progress Series, 22.10.98 (Forschung: Olivier Jousson, Universität Genf)

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Echsen mit vier Geschlechtern
Bei neuseeländischen Brückenechsen entscheidet offenbar die Temperatur beim Brüten der Eier über das Geschlecht der Tiere. Dies fand jetzt eine internationale Gruppe von Biologen heraus. Die Forscher hatten bei genetischen Untersuchungen festgestellt, daß die Echsen offenbar keine Geschlechts-Chromosomen besitzen. Die genetischen Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen ergeben sich erst mit der Bruttemperatur des befruchteten Eies. Werden die Eier bei 22 Grad Celcius ausgebrütet, schlüpfen aus ihnen meistens Männchen. Bei nur 18 Grad Bruttemperatur kommen dagegen überwiegend Weibchen zur Welt. Genetisch sei von vier Geschlechtern auszugehen, sagen die Biologen, weil Männchen wie Weibchen jeweils männlich oder weiblich sein könnten. Die mit den Dinosauriern verwandten Brückenechsen lebten bis vor etwa 1.000 Jahren in großer Zahl auf den beiden Hauptinseln Neuseelands. Nach der Besiedlung durch den Menschen wurden die Echsen weitgehend verdrängt und sind nun nur noch auf 25 entlegenen Inseln anzutreffen. Quelle: Massey-Universität, Palmerston North / bdw, 21.10.98 (Forschung: Stephen Sarre und David Lambert)

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Umweltschutz in allen Politikbereichen gefordert
Ein besserer Umwelt- und Ressourcenschutz ist nur möglich, wenn in allen Politikbereichen stärker in ökologischen Kategorien gedacht wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Enquete-Kommission «Schutz des Menschen und der Umwelt» in ihrem Abschlußbericht, den sie heute Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth übergeben hat. Die Kommission empfiehlt insbesondere die Einrichtung eines «Rates für nachhaltige Entwicklung», der neben den ökologischen auch die wirtschaftlichen und sozialen Interessen berücksichtigen soll. Gehandelt werden muß nach Ansicht der Kommission bei der fortschreitenden Versauerung der Böden, der Nutzung der modernen Informations- und Kommunikationstechnik und im Bereich Bauen und Wohnen. Umweltverbände kritisierten, daß die Umweltziele zu unscharf formuliert worden seien, die Kommission sei zu «mutlos» vorgegangen. Quelle: dpa, 26.6.98

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Künstliche Haut aus Kunststoff?
Amerikanische Forscher haben einen Kunststoff entwickelt, der sich unter Strom gezielt bewegen läßt. Diese Eigenschaft macht vielleicht auf lange Sicht einen Einsatz im Bereich künstlicher Muskeln oder künstliche Haut möglich. Das berichtet die Wissenschaftszeitschrift "Science" in ihrer neuesten Ausgabe. Das Material wurde ursprünglich für dünne, transparente Kunststoffbeutel entwickelt, wie man sie für Blutkonserven braucht. Schon früh zeigte sich, daß sich der Kunststoff piezoelektrische Eigenschaften hat. Es bewegt sich, wenn man einen elektrischen Spannung anlegt und erzeugt unter Druck selbst Elektrizität. Dieser Effekt war allerdings sehr schwach. Forschern der amerikanischen Penn-Universität gelang es nun, diesen Effekt deutlich zu steigern. Der neuartige Kunststoff reagiert jetzt auf elektrische Spannung 40 Mal besser als vergleichbare keramische Materialien. Er ist biologisch neutral und läßt sich leicht und billig als dünne Folie herstellen. Die Forscher wollen jetzt versuchen, diese Eigenschaften gezielt für spezielle Anwendungen zu verändern. Langfristig, so hoffen sie, lassen sich aus dem Kunststoff künstliche Organe und vielleicht sogar eine druckempfindliche künstliche Haut entwickeln. Quelle: Science 25.6.98

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Primitives Leben im ewigen Eis
Wissenschaftler haben im ewigen Eis der Antarktis einzellige Organismen entdeckt. In wassergefüllten Blasen fanden sie ein Ökosystem, daß unter extremsten Bedingungen überleben kann. Schon in der Vergangenheit waren mehrfach sogenannte "extremophile" Organismen gefunden worden, also Lebewesen, die unwirtlichste Bedingungen überstehen können. Der Fundort der neuen Mikroorganismen ist allerdings besonders lebensfeindlich. Er gilt als der kälteste und trockenste Ort der Erde. Die primitiven Algen ernähren sich von Mineralien im Eis. Von diesen Algen leben wiederum Bakterien, die sich der extremen Kälte angepaßt haben. So teilen sie sich nur durchschnittlich einmal im Jahr. Sterben sie ab, bilden sie wiederum neue Nahrung für die Algen. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte dieses primitive Ökosystem ein Hinweis darauf sein, daß sich auch unter den Extrembedingungen auf dem Mars einfache Lebensformen entwickelt haben könnten. Quelle: Science 25.6.98

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Kontrolle über Sonnenobservatorium verloren
Der Kontakt zu dem Sonnenobservatorium «Soho», das eigentlich noch bis zum Jahr 2003 genutzt werden soll, ist unterbrochen. Nach Angaben der Europäischen Raumfahrt-Organisation ESA sind bisherige Versuche, den Kontakt wiederherzustellen, erfolglos geblieben. Die Experten der ESA und der an «Soho» beteiligten amerikanischen Raumfahrt-Agentur NASA würden es aber weiter versuchen. "Soho" ist auf einer Umlaufbahn etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt im All positioniert und beobachtet die Sonne von dort aus. Die Forschungen hatten im April 1996 begonnen und bereits wichtige Informationen über die Oberfläche, das Innere und die Atmosphäre der Sonne geliefert. Quelle: dpa, 26.6.98

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Studium per Internet
Deutsche Studenten können vom Jahr 2003 an per Mausklick an der «virtuellen Fachhochschule für Technik, Informatik und Wirtschaft» studieren. Neun staatliche und zwei private Fachhochschulen aus ganz Deutschland wollen in den kommenden fünf Jahren die notwendigen Informationen ins Internet einspeisen. Neben einem deutschen Diplom sollen auch internationale Bachelor- und Masterabschlüsse angeboten werden. Auch mehrere europäische Hochschulen interessieren sich bereits für das Projekt und wollen Studieneinheiten in englischer, französischer oder spanischer Sprache anbieten. Die ersten Einzelveranstaltungen sollen schon im kommenden Jahr abrufbar sein. Zur Prüfung müssen die Studenten jedoch nach wie vor persönlich erscheinen. Die staatlichen Fördergelder in Höhe von 47 Millionen Mark werden vor allem für die Arbeitskräfte ausgegeben, die die Studiengänge in die Rechner eingeben. Quelle: dpa, 26.6.98

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Operationstermin entscheidet über Heilungschance
Bei Frauen, die vor den Wechseljahren an Brustkrebs erkranken, spielt der Operationstermin offenbar eine wichtige Rolle für den weiteren Verlauf der Krankheit: Wer sich in der zweiten Zyklushälfte operieren läßt, hat deutlich bessere Überlebenschancen. Wie die Fachzeitung "Ärztliche Praxis" unter Berufung auf eine Londoner Studie an 119 Krebspatientinnen berichtete, waren zehn Jahre nach dem Eingriff noch drei Viertel jener Frauen am Leben, die während der sogenannten Lutealphase operiert worden waren. Dagegen überlebten nur 45 Prozent der Frauen diese Zeitspanne, wenn der Eingriff in der ersten Zyklusphase erfolgt war. Die Gründe für diesen Zusammenhang sind nach der Londoner Studie noch unklar. Quelle: ap 26.6.98

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Menschlicher Fingerabdruck im Klima
Der vom Menschen verursachte Anstieg des Treibhausgases Kohlendioxid in der Atmosphäre ist eindeutig für die globale Klimaerwärmung verantwortlich. Dies belegen Simulationen, die amerikanische Forscher mit zwei Computer-Programmen durchgeführt haben. Wie sie in der neuen Ausgabe des Magazins “Science” berichten, konnten sie dabei natürliche Gründe für die Erwärmung der Erde weitgehend ausschließen. Die Forscher simulierten mit Hilfe der Computer mehrere Modelle für den Temperaturverlauf der letzten 115 Jahre. Sie errechneten beispielsweise die mögliche globale Temperatur ohne eine Kohlendioxid-Zunahme oder unter verstärkten natürlichen Einflüssen wie Vulkane und erhöhte Sonnenstrahlung. Die Vulkantätigkeit kann statistisch vernachlässigt werden, glauben die Forscher nach ihren Berechnungen. Die Sonne dagegen habe tatsächlich zur Klimaerwärmung mit beigetragen. Die in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnende globale Erwärmung wurde in den Simulationen aber nur erreicht, wenn der menschliche Einfluß - also der hohe Ausstoß von Kohlendioxid - mit eingerechnet wurde. Quelle: Science, 27.11.98 (Forschung: Tom Wigley, National Center for Atmospheric research)

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Dinoblümchen
Die älteste bisher bekannte Blütenpflanze ist rund 142 Millionen Jahre alt. Entsprechende fossile Spuren haben jetzt amerikanische und chinesische Forscher in chinesischem Vulkan-Gestein gefunden. Bei der Entdeckung handelt es sich um einen zierlichen Zweig mit erbsenartigen Früchten sowie einen hölzernen Stamm. Die Forscher ordnen die Pflanze zwischen Gänseblümchen und Rose ein. Am Fundort nahe der chinesischen Stadt Beipiao muß vor 142 Millionen Jahren ein See gelegen haben, vermuten die Forscher. Ein Vulkanausbruch habe die Pflanzen mit Asche bedeckt und konserviert. In ihrem Fund sehen die Forscher ein wichtiges Bindeglied zu den späteren Blütenpflanzen. Deren älteste bisher bekannten Vertreter sind 55 Millionen Jahre alt, also 90 Millionen Jahre jünger als die jetzt entdeckte Pflanze. Quelle: Science / Nando, 27.11.98 (Forschung: David Dilcher, University of Florida)

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Detektor warnt bei Gehirnblutungen
Ein Gerät in der Größe eines Handys ermöglicht künftig die Entdeckung von Gehirnblutungen. Der Detektor, den Ärzte und Wissenschaftler in Hannover entwickelt haben, besteht aus einer Laserlichtquelle und einem empfindlichen Sensor, der zurückgestreute Laserstrahlung messen kann. Die Photonen der Laserstrahlung können bis weit unter die Schädeldecke und in die Hirnmasse hinein gestrahlt werden. Bei Gehirnblutungen wird die Strahlung absorbiert, so daß nur noch ein geringer Bruchteil des Lichts zum Detektor zurückgestreut wird. Dieser erkennt dann die verminderte Reflexion als Blutung und gibt eine entsprechende Warnung. Die Lichtleistung des Gerätes ist so gering, daß weder für den Patienten noch für den Arzt eine gesundheitliche Belastung entsteht. Der batteriebetriebene Detektor könnte eine wichtige Ergänzung für die medizinische Ausrüstung im Notarztwagen wie auch im Krankenhaus sein. Bisher bleiben akute, lebensbedrohliche Hirnblutungen häufig unbemerkt, da keine äußerlich sichtbaren Symptome auftreten. Herkömmliche Diagnose-Apparate sind zu groß und unflexibel für den mobilen Einsatz. Quelle: Laser Zentrum Hannover e.V., 26.11.98

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Ökosystem Ostsee ist stabil
Das ökologische System Ostsee reagiert seit etwa zehn Jahren sehr stabil auf die von Menschen ins Meer gespülten Nährstoffe. Das wurde auf der internationalen Ostsee-Konferenz in Rostock heute mitgeteilt. Dieser Befund sei überraschend und spreche für die enorme Selbstreinigungskraft des nur rund 420 000 Quadratkilometer großen Gewässers, so die Wissenschaftler. Andererseits dürfe dies aber nicht zu der Auffassung verleiten, man könne den Umweltschutz vernachlässigen. Auf der Tagung hatten mehr als 200 Ozeanographen und Meeresbiologen aus den neun Anrainerstaaten sowie aus weiteren sieben Ländern über den Zustand der Ostsee beraten. Wie es hieß, seien auch Nicht-Ostseeländer an diesen Ergebnissen interessiert. Die Ostsee als stark vom Ozean abgeschottetes Meer gelte weltweit als Modellregion. Quelle: dpa 27.11.98

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HI-Virus im Sperma
Auch wenn sie scheinbar schon geheilt sind, können AIDS-kranke Männer das HI-Virus noch mit dem Sperma weitergeben. Dies haben amerikanische Ärzte jetzt festgestellt. Sie untersuchten AIDS-Patienten, die mit Medikamenten-Cocktails erfolgreich behandelt worden waren. Im Blut der Betroffenen seien keine Viren mehr feststellbar gewesen, so die Mediziner. Im Sperma hätten sie dagegen sogenannte HIV-Proviren ermittelt. In Laborversuchen stellten die Forscher fest, daß die scheinbar passiven Viren weiße Blutkörperchen infizieren konnten. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung sollten die Betroffenen daher keinen ungeschützen Geschlechtsverkehr haben, so die Ärzte. Quelle: Jefferson Medical College, 16.12.98 (Veröffentlichung im "New England Journal of Medicine?)

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Pöbeln macht krank
Menschen, die ihren Ärger verbal oder physisch ausleben, gehen möglicherweise ein höheres Gesundheitsrisiko ein, als der eher introvertierte Typ. Das teilten jetzt amerikanische Wissenschaftler mit. Sie untersuchten den Cholesteringehalt im Blut von Menschen, die eher feindlich auf ihre Umwelt reagieren. Cholesterin kann zur Verkalkung der Hauptschlagadern führen und gilt als einer der Auslöser für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei ihren Untersuchungen machten die Forscher eine erstaunliche Entdeckung: Menschen, die zwar eine feindliche Haltung zur Umwelt haben, sich aber nicht trauen, sie verbal oder tätlich auszuleben, haben einen niedrigeren Cholesterinspiegel als Menschen, die pöbeln oder sogar handgreiflich werden. Bereits in der Vergangenheit hatten Studien den Zusammenhang zwischen Cholesterinspiegel und Ärger belegt. Die neue Studie deutet jetzt darauf hin, daß nicht der Ärger selbst entscheidend ist, sondern die Art, wie man damit umgeht. Quelle: Annals of Behavioral Medicine, 27.10.98 Forschung: Duke University Medical Center

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Hubble stellt Urknall in Frage
Neue Aufnahmen des Weltraumteleskosps Hubble lassen Zweifel an den bisherigen Theorien zum Urknall aufkommen. Das teilten jetzt Wissenschaftler der University of Arizona mit. Sie hatten mit Hubble eine etwa acht Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxie beobachtet. Diese Galaxie ist von Hubble aus nicht direkt zu sehen, da sie von einem anderen Sternensystem verdeckt wird. Das Sternensystem wirkt jedoch wie eine gewaltige Linse. Durch seine enorme Schwerkraft beugt es das Licht und macht auch eigentlich verdeckte Objekte sichtbar. Solche sogenannten Gravitationslinsen lassen sich benutzen, um Entfernungen im Kosmos zu messen. Bei ihren Messungen fanden die Forscher heraus, daß sich das Universum etwas langsamer ausdehnt, als bisherige Urknall-Theorien erwarten ließen. Entweder gab es zu Beginn des Universums andere Bedingungen, als bisher angenommen, oder es gibt im Kosmos eine noch nicht bekannte Form der Materie. Eine dritte Möglichkeit: Eine sogenannte "Antigravitationskraft“ bremst das Universum. Sie war bereits von Einstein vorgeschlagen worden, konnte bisher aber nie nachgewiesen werden. Quelle: University of Arizona / Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics 27.10.98

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IBM baut schnellsten Computer der Welt
Der amerikanische IBM-Konzern hat einen neuen Supercomputer gebaut, der mit 3,9 Billionen Rechenoperationen in der Sekunde einen Weltrekord aufstellt. Der Computer mit dem Namen "Pacific Blue" wurde heute in Washington von US-Vizepräsident Al Gore der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Energieministerium soll der neue Superrechner zunächst Atomtests simulieren. Damit, so das Verteidigungsministerium, könne das US-Waffenarsenal auf dem neuesten Stand gehalten werden, ohne daß Bomben zur Explosion gebracht werden müßten. "Pacific Blue" ist 15 000 mal schneller als heutige Personal Computer. Sein Speicher ist sogar 80 000 mal größer. Die Maschine kann Berechnungen, die selbst mit Großrechnern Monate dauern, in wenigen Tagen vollbringen. Künftig ist sein Einsatz auch bei komplexen Modellrechnungen über das Klima vorgesehen. Außerdem soll er beim Design von Flugzeugen und der computergesteuerten Entwicklung von Medikamenten helfen, deren Molekülstruktur optimal an den gewünschten Ort im Körper angepaßt ist. Quelle: AP 28.10.98

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Unsterblichkeit ohne Risiko?
Wissenschaftler haben ein Enzym entdeckt, das menschliche Zellen dazu bringt, sich unbegrenzt zu teilen, ohne zugleich Krebs zu entwickeln. Das berichtet die amerikanische Fachzeitschrift “Nature Genetics” in ihrer Januarausgabe. Damit sei für die Zukunft erstmals ein Medikament gegen das Altern denkbar. Bereits vor einem Jahr hatten Wissenschaftler festgestellt, daß das Enzym Telomerase an der Teilung menschlicher Zellen beteiligt ist. Bei jeder Teilung wird jedoch etwas Telomerase aufgebraucht. Nach 75 Zellteilungen ist der Vorrat des Enzyms erschöpft, die Zellen sterben ab. Durch erneute Zugabe des Enzyms kann dieser Zelltod verhindert werden. Allerdings, so fürchteten damals Wissenschaftler, könnte das Enzym dann auch Krebs auslösen. In langen Testreihen untersuchten Forscher der Universität Texas mit dem Unsterblichkeits-Enzym behandelte Zellkulturen. Dabei habe sich herausgestellt, daß Telomerase selbst keine gesunden Zellen in Krebszellen umwandeln könne. Allerdings sei nicht untersucht worden, so Kritiker der Studie, ob Telomerase nicht das Wachstum existierender Krebszellen beschleunigen kann. Quelle: Nature Genetics, 29.12.98 (Forschung: Woodring Wright, Southwestern Medical Center, Dallas)

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Körperschäden durch Computerspiel
Kinder, die sich zu lange mit Computerspielen beschäftigen, können sich dabei Schäden zuziehen. Darauf haben britische Wissenschaftler aufmerksam gemacht. Neben Haltungsschäden bestehe vor allem die Gefahr, einen sogenannten “Nintendo-Daumen” zu entwickeln. Er entsteht durch ständig wiederholte Belastung von Sehnen, Nerven und Muskeln am Daumen und kann zu schmerzhaften Entzündungen führen. Die Organisation “Body Action Campaign” hatte ein Jahr lang an britischen Schulen Kinder untersucht, die regelmäßig und ausdauernd am Computer spielen. Bei fast allen Computer-Kids stellten die Ärzte Haltungsschäden fest, 15 Prozent der Kinder wiesen Schäden am Daumen auf. Als Ergebnis ihrer Studie fordern die Wissenschaftler, daß Kinder in Elternhaus und Schule mehr über die Risiken erfahren müßten, die sie durch ausgedehntes Spielen am Computer eingehen. Da der Computer inzwischen zum täglichen Leben gehört, müßten auch Kinder lernen, damit vernünftig umzugehen. Quelle: BBC, 29.12.98

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Operation mit Magneten
Ein neues Operationssystem, mit dem man äußerst schonend im Gehirn operieren kann, haben amerikanische Wissenschaftler entwickelt. Das berichtet die Zeitschrift “New Scientist” in ihrer neuesten Ausgabe. Mit Hilfe eines Magnetfeldes wird bei der neuen Methode das Operationsbesteck ins Innere des Gehirns geführt. Dabei benutzen die Wissenschaftler als Operationsinstrument einen flexiblen Katheder mit einem winzigen magnetischen Sensor an der Spitze. Seine Orientierung erhält das Instrument durch ein Magnetfeld, das sechs supraleitende Magneten rund um den Kopf des Patienten erzeugen. Ein Computer steuert Stärke und Ausrichtung des Magnetfeldes und kann so das Instrument auf einem vorher festgelegten Pfad an die Stelle der Operation dirigieren. Mit der neuen Methode, so die Wissenschaftler, seien künftig Operationen mit bisher nicht gekannter Präzision möglich. Quelle: New Scientist, 26.12.98 (Forschung: Mathew Howard, University of Iowa / Sean Grady, Med. School of Med. St. Louis)

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Österreich wurde 1,8 Grad wärmer
In Österreich ist die Durchschnittstemperatur seit Mitte des 19. Jahrhunderts um 1,8 Grad Celsius gestiegen. Das haben wissenschaftliche Analysen der Universität Wien ergeben. Die Forscher werteten dazu die vorliegenden Klimadaten der letzten 150 Jahre aus. Nach ihren Berechnungen könnte der künftig zu erwartende Temperaturanstieg im alpinen Raum sogar über dem globalen Mittel liegen. Seit dem Gletscherhöchststand um 1850 hätten die alpinen Gletscher etwa die Hälfte ihrer Masse verloren, die Goldberggruppe in den Hohen Tauern sogar drei Viertel. Mit einer weiteren Zunahme des Auftretens von Muren, Bergstürzen und Gletscherhochwässern sei zu rechnen. Auch mit dem Wintersport könne es in manchen Regionen bald vorbei sein. Erhöhe sich die mittlere Temperatur in Europa um ein Grad, bedeute das in den Gebieten bis 1400 Meter eine bis zu 10 Wochen kürzere Skisaison. Dann, so die Wissenschaftler, seien selbst Schneekanonen keine wirtschaftlich interessante oder ökologisch vertretbare Lösung mehr. Besonders betroffen könnten die Wintersportregionen Kitzbühel/Kufstein, Liezen, Oberkärnten und Bregenz sein. Quelle: APA, 28.12.98

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